Der internationale Goldpreis erholte sich am Freitag leicht, wird jedoch die dritte Woche in Folge sinken, da der stärkere Dollar und die nach oben revidierten Zinserwartungen die Funktion von Gold als sicherer Hafen deutlich abgeschwächt haben.
Die Gold-Futures fielen am Vortag um 5,9 % auf 4605,7 USD pro Unze und sind damit insgesamt um etwa 18 % von ihrem Höchststand im Januar von 5626,8 USD zurückgegangen. Silber fiel im gleichen Zeitraum noch stärker, mit einem Rückgang von 8,2 % an einem einzigen Tag und verzeichnete den siebten Rückgang in Folge.
Analysten weisen darauf hin, dass der Konflikt im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe getrieben und die Inflationserwartungen verstärkt hat, was den Markt dazu veranlasste, den Pfad der Geldpolitik neu zu bewerten. Ein Umfeld mit hohen Zinsen mindert die Attraktivität von Gold als zinsloses Asset.
Darüber hinaus hat sich auch der Kapitalfluss verändert, da einige Investoren beschlossen haben, die vorherigen Gewinne zu realisieren und auf Anleihen mit steigendem Ertrag umzuschichten.