- Vorbörslich sanken US-amerikanische Ölunternehmen allgemein, da der Markt auf eine Entspannung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran wettet, ExxonMobil, Occidental Petroleum, Chevron und ConocoPhillips stehen unter Druck. Reuters berichtete gleichzeitig, dass die US-Aktienindex-Futures leicht stiegen, wobei Energiesektoren zu den wenigen Sektoren gehören, die aufgrund des Rückgangs der Ölpreise belastet werden.
- Reuters bestätigte, dass sowohl die USA als auch der Iran einen von Pakistan geförderten Waffenstillstandsrahmen erhalten haben, der einen „sofortigen Waffenstillstand“ und stufenweise Verhandlungen umfasst, aber der Plan wurde noch nicht offiziell umgesetzt.
- Der Ölpreis fiel am Montag, Brent-Rohöl sank um 1,92 Dollar auf 107,11 Dollar pro Barrel, WTI fiel um 2,03 Dollar auf 109,50 Dollar pro Barrel, was zeigt, dass der Markt begonnen hat, einen Teil der zuvor durch die Risiken der Straße von Hormuz verursachten geopolitischen Prämie abzubauen.
Die US-Öl- und Gasaktien schwächelten vorbörslich, da die Handelslogik direkt auf den Rückgang der Ölpreise und die steigenden Erwartungen eines Waffenstillstands im Nahen Osten zurückzuführen ist. Reuters berichtete am 6. April, dass die USA und der Iran einen von Pakistan geförderten Friedensrahmen erhalten haben. Der erste Schritt dieses Plans ist ein sofortiger Waffenstillstand, gefolgt von detaillierteren Verhandlungsvereinbarungen. Infolgedessen begannen Investoren darauf zu wetten, dass die Risikoprämie der Straße von Hormuz marginal nachlassen könnte, und die Ölpreise gaben einen Teil ihrer Gewinne ab.
Vorbörsliche Bewegungen
In Bezug auf die Sektorenperformance zeigten sich die Energiesektoren vorbörslich deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Reuters weist darauf hin, dass die US-Aktienindex-Futures insgesamt gestiegen sind, nachdem die Aussichten auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten neu bewertet wurden. Energieaktien wie ExxonMobil, Chevron und Occidental Petroleum fielen jedoch, was darauf hindeutet, dass Anleger beginnen, die durch den Krieg angehobenen Ölpreis- und Gewinnerwartungen der letzten Woche anzupassen. Die vorbörslichen Werte der Nutzer zeigten, dass Chevron etwa 0,97 % und ConocoPhillips etwa 0,4 % fielen, was der von Reuters beschriebenen Richtung entspricht.
Waffenstillstandsplan
Es ist wichtig zu unterscheiden, dass derzeit ein „Rahmenplan erhalten wurde“, aber nicht, dass der „Waffenstillstand bereits in Kraft ist“. Reuters berichtet, dass dieser Plan von Pakistan entworfen wurde und einen ersten Waffenstillstand vorsieht, gefolgt von umfassenderen Arrangements, die Themen wie die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, Sanktionen und regionale Sicherheit umfassen. Gleichzeitig schrieb Reuters jedoch auch, dass der Iran noch nicht bereit ist, das Angebot anzunehmen, und klarstellt, dass er „vorübergehende Waffenstillstände“ nicht als Bedingung für die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz akzeptieren wird.
Bedeutung der Ölpreise
Der Rückgang der Ölpreise bedeutet nicht, dass das Angebotsrisiko bereits beseitigt ist. Laut Reuters-Daten sanken sowohl Brent als auch WTI am Montag um mehr als 2 USD, allerdings ist die Straße von Hormuz noch nicht vollständig wieder für den normalen Verkehr geöffnet und der Iran bleibt hinsichtlich der Bedingungen für die Wiedereröffnung hart. Mit anderen Worten, der Markt handelt derzeit mit der „steigenden Wahrscheinlichkeit eines Waffenstillstands“ und nicht mit dem „vollständigen Verschwinden des Angebotsrisikos“. Sollten zukünftige Verhandlungen ins Stocken geraten, könnten Ölpreise und Energieaktien eine höhere geopolitische Risikoprämie wieder einpreisen.