- Nvidias (NVDA:US) CEO Jensen Huang hat in Seoul angekündigt, dass der neu entwickelte Vera-Zentralprozessor (CPU) vollständig die DRAM-Chips von SK Hynix (000660:KS) verwenden wird. Die beiden Unternehmen planen, ihre Zusammenarbeit im kommenden Jahr erheblich auszuweiten.
- Als Nvidias erster eigenständiger Mikroprozessor für Rechenzentren zielt der Vera-Chip darauf ab, direkt mit Intels (INTC:US) Xeon-Serie, AMDs (AMD:US) EPYC-Serie und Amazons (AMZN:US) eigenentwickelten Graviton-Chips zu konkurrieren, was eine Neugestaltung der Hardware-Ökosysteme für Hochleistungsrechenzentren signalisiert.
- Jensen Huang besucht intensiv führende Technologieunternehmen in Korea. Neben Treffen mit Führungskräften von SK Group und SK Telecom plant er, am Montag den stellvertretenden Vorsitzenden von Samsung Electronics (005930:KS), Jun Young-hyun, sowie Führungskräfte von Hyundai Motor und LG Group zu treffen, um über die nächste Generation von KI-Netzwerkinfrastrukturen zu verhandeln.
Revolutionäre CPU tief in die Speicherlieferkette eingebunden
Jensen Huang betonte in Seoul, dass der neu eingeführte Vera-Zentralprozessor das Kernprodukt von Nvidia im Bereich der eigenständigen Mikroprozessoren für Rechenzentren ist. Dieser Chip wird die Speichertechnologie von SK Hynix tief integrieren, um die strengen Anforderungen der zukünftigen generativen KI an extreme Bandbreite und Datenverarbeitungsverzögerungen zu erfüllen. Nvidia und SK Hynix dominieren nicht nur den aktuellen Grafikspeichermarkt, sondern erweitern ihre Zusammenarbeit auch auf die nächste Generation von universellen Rechenkernen. Die Führungskräfte beider Unternehmen bekräftigten, dass die Koordinierung der Lieferkette von der zweiten Jahreshälfte bis zum nächsten Jahr signifikant zunehmen wird, was das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage auf dem Hochbandbreitenspeichermarkt tiefgreifend beeinflussen könnte.
Neugestaltung der Wettbewerbssituation bei Rechenzentrums-Chips
Der offizielle Auftritt des Vera-Mikroprozessors greift direkt in den bisher von traditionellen Architekturen dominierten Servermarkt ein. Die Marktpositionierung zeigt, dass Nvidia nicht nur die Abhängigkeit von externen Rechenarchitekturen verringern, sondern auch die optimale Kopplung von CPU und Grafikprozessor (GPU) auf Systemebene erreichen möchte. Diese Strategie wird den Marktanteilsdruck auf Intels Xeon-Serie und AMDs EPYC-Chips direkt erhöhen. Angesichts der sich ausweitenden Eigenentwicklung von Chips durch Cloud-Service-Anbieter verteidigt und kontert Nvidia durch den Aufbau eines engeren vertikalen Integrationsökosystems von Hard- und Software. Sollten die Wettbewerber nicht rechtzeitig Produkte mit gleicher Integrationsstufe auf den Markt bringen, könnte die Preisgestaltungsmacht ihres Rechenzentrums-Geschäfts einer vorübergehenden Neubewertung unterzogen werden.
Umfassende Treffen mit Kernlieferanten
Neben der Festigung der Speicherlieferallianz mit SK Hynix zeigt Nvidias Reise nach Korea die klare Absicht, die asiatische Kern-Halbleiterkette neu zu gestalten. Jensen Huang wird am Montag ein Treffen hinter verschlossenen Türen mit Jun Young-hyun, dem stellvertretenden Vorsitzenden von Samsung Electronics, der für das Halbleitergeschäft verantwortlich ist, abhalten. Es wird allgemein erwartet, dass beide Seiten substanzielle Gespräche über den Fortschritt der Validierung von Hochbandbreitenspeichern und potenzielle Kooperationen im Bereich der Waferfertigung führen werden. Darüber hinaus zeigt das Treffen von Jensen Huang mit Führungskräften von Hyundai Motor und LG Group, dass Nvidia seine KI-Rechenleistung von traditionellen Cloud-Umgebungen auf vielfältige Edge-Szenarien wie intelligente Mobilität und intelligente Fertigung beschleunigt ausdehnt, was die Investitionspläne der entsprechenden Lieferkettenunternehmen genau beobachten lässt.
Gestaltung der KI-Transformation im Telekommunikationsnetzwerk
In Gesprächen mit Führungskräften von SK Telecom und anderen Betreibern lenkte Jensen Huang den Fokus auf die technologische Aufrüstung der zukünftigen Telekommunikationsnetzwerkinfrastruktur. Nvidia ist der Ansicht, dass mit der schrittweisen Entwicklung globaler Kommunikationsnetzwerke hin zur Intelligenz traditionelle Telekommunikationsnetzknoten in verteilte KI-Rechenzentren umgewandelt werden. Wenn Telekommunikationsbetreiber erfolgreich KI-Technologie in die zugrunde liegende Kommunikationsarchitektur integrieren können, wird Nvidias Mikroprozessor- und Kommunikationsrechenplattform völlig neue großskalige Anwendungsszenarien erhalten. Diese potenzielle branchenübergreifende Zusammenarbeit könnte zu einem langfristigen neuen Faktor werden, der die Umsatz- und Gewinnveränderungen der entsprechenden Technologie-Wertschöpfungskette antreibt, und globale Analysten verfolgen die Fortschritte der entsprechenden Technologievalidierung genau.