Daten der Bank of America zufolge verkauften Investoren in der vergangenen Woche netto US-Aktien, obwohl die wichtigsten Aktienindizes zurückgingen. Der Industriesektor zog jedoch entgegen dem Trend Rekordzuflüsse an.
Gesamtmittelabfluss aus US-Aktien
Laut Daten der Bank of America fiel der S&P 500 Index vergangene Woche um 1,6 %, und Kunden verkauften netto US-Aktien. Aktien-ETFs verzeichneten einen Mittelabfluss von etwa 1 Milliarde US-Dollar, was den größten Abfluss seit Ende September letzten Jahres darstellt.
Kapitalflüsse zeigen eine Aufteilung:
- Hedgefonds verkauften vier Wochen in Folge netto
- Private Kunden wechselten zu Nettoverkäufern
- Institutionelle Investoren kauften drei Wochen in Folge netto
Industrieaktien ziehen Rekordmittel an
Trotz des Drucks auf den Gesamtmarkt verzeichnete der Industriesektor die höchsten Mittelzuflüsse seit 2008 und der Anteil am Marktwert des Sektors erreichte ein historisches Hoch.
Darüber hinaus haben die Technologie- und Kommunikationsdienstleistungssektoren in der vierten Woche in Folge einen Anstieg verzeichnet, während auch der Konsumsektor in der zweiten Woche in Folge Mittelzuflüsse verzeichnete.
Sektoren- und Größenaufteilung
Der Finanzsektor verzeichnete die deutlichsten Abflüsse und befindet sich seit zehn Wochen in Folge im Verkauf; der Energiesektor verzeichnete ebenfalls seit zwei Wochen netto Abflüsse, obwohl die Ölpreise steigen.
In Bezug auf die Marktkapitalisierung wurden kleine und mikro-Aktien in der siebten Woche in Folge verkauft, während mittelgroße Aktien das einzige Größensegment waren, das Nettozuflüsse durch ETFs verzeichnete.
Makro- und Marktumfeld
In derselben Zeit stiegen die Renditen für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit auf etwa 4,23 %, der Dollar erstarkte, Rohöl stieg etwa um 2 %, während Gold und Bitcoin um über 2 % beziehungsweise 4 % fielen.
Analysten weisen darauf hin, dass steigende Zinsen und geopolitische Risiken den Weg der Kapitalallokation neu gestalten.