Informanten zufolge hat Rio Tinto das Angebot für den Aluminiumaufschlag für japanische Käufer im zweiten Quartal auf 350 US-Dollar pro Tonne erhöht, was einem Anstieg von etwa 40 % gegenüber dem vorherigen Angebot von 250 US-Dollar entspricht.
Dieses Angebot liegt etwa 79 % über dem Niveau des laufenden Quartals und würde, falls eine Einigung erzielt wird, den höchsten vierteljährlichen Aufschlag seit 2015 darstellen.
Konflikt im Nahen Osten treibt die Kosten in die Höhe
Marktteilnehmer äußerten, dass die Eskalation der Lage im Nahen Osten das Risiko von Transporten durch die Straße von Hormus erhöht hat, was wiederum die Fracht- und Versicherungskosten in die Höhe treibt.
Außerdem wirkt sich der Anstieg der Aluminiumaufschläge in Europa und den USA auch auf den asiatischen Markt aus.
Rund 9 % des weltweiten Aluminiumangebots stammen aus dem Nahen Osten, und der Konflikt hat zu einigen Transportstörungen geführt, was Ängste vor einer Verengung des Angebots auf dem Markt auslöst.
Produktionskürzungen in Schmelzanlagen verschärfen die Marktlage
Das Qatalum-Werk in Katar hat begonnen, Teile seiner Produktionsanlagen zu schließen.
Gleichzeitig hat Aluminium Bahrain höhere Gewalt für Teile seiner Aluminiumtransporte erklärt.
Daten zeigen, dass etwa 20 % der japanischen Rohaluminiumimporte im Jahr 2025 aus der Region des Nahen Ostens stammen werden.
Asiatische Prämien steigen weiter an
Marktinformationsquellen melden einen deutlichen Anstieg der Aluminiumprämien in Korea seit Ende Februar.
Die Quartalsverhandlungen über die Prämie in Japan werden voraussichtlich bis Ende März andauern und haben einen wichtigen Einfluss auf den asiatischen Spotmarkt.