Am 6. März 2026 gab die Goldman Sachs Group bekannt, dass der Markt wenig Vertrauen in die von US-Präsident Trump vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen für den Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus hat. Samantha Dart, Co-Leiterin der globalen Rohstoffforschung bei Goldman Sachs, betonte, dass trotz Trumps Vorschlägen, den Energietransport durch die Straße von Hormus mit verschiedenen Mitteln wie Versicherungen und Marineeskorten zu sichern, weiterhin erhebliche Zweifel an der tatsächlichen Umsetzbarkeit dieser Maßnahmen bestehen. Dart erklärte, dass aufgrund der großen Anzahl an Tankern Marineeskorten in der Praxis möglicherweise schwer durchzuführen sind. Zudem bestehen Bedenken am Markt, ob Eskorten effektiv gegen die zunehmenden Drohnenangriffe schützen können.
Stillstand in der Straße von Hormus erschüttert den globalen Ölmarkt
Seit dem Ausbruch von Kampfhandlungen im Nahen Osten am vergangenen Wochenende ist die strategisch wichtige Ölroutenstraße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen. Einige ölproduzierende Länder am Persischen Golf stehen sogar vor der Zwangsabschaltung ihrer Produktion, was die globale Energieversorgung extrem ungewiss macht.
Goldman Sachs korrigiert die Ölpreisprognose, bleibt aber deutlich unter dem aktuellen Marktpreis
Goldman Sachs hat Anfang dieser Woche seine Prognose für den Brent-Ölpreis im zweiten Quartal auf 76 US-Dollar pro Barrel erhöht, 10 Dollar mehr als zuvor geschätzt. Diese Prognose bleibt jedoch deutlich unter dem derzeitigen globalen Benchmark-Handelspreis von etwa 85 US-Dollar. Die Analysten von Goldman Sachs erklärten, dass diese Vorhersage auf der Annahme basiert, dass das Transportvolumen durch die Straße von Hormus für fünf Tage extrem niedrig bleibt, sich aber innerhalb eines Monats allmählich erholt. Sollte die Schifffahrtsunterbrechung jedoch länger als fünf Wochen dauern, könnte der Brent-Ölpreis die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschreiten.
Trotz der aktiven Maßnahmen der US-Regierung bleibt das Vertrauen des Marktes in die Lage der Straße von Hormus gering, und die Ölpreisschwankungen könnten in den kommenden Wochen zunehmen. Angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten steht der globale Energiemarkt vor noch größeren Herausforderungen.