Der japanische Aktienmarkt stieg am Donnerstag, als die Märkte versuchten, sich nach einem dreitägigen Rückgang aufgrund des Krieges im Nahen Osten zu stabilisieren, aber die Gewinne reichten nicht aus, um die vorherigen Verluste vollständig auszugleichen. Der Nikkei-Index (NI225) schloss mit einem Anstieg von 1,9% bei 55.278,06 Punkten, wobei der höchste Anstieg während des Tages bei 4,4% lag. Auch der Tokyo Stock Exchange Index (TOPIX) stieg um 1,9% auf 3.702,67 Punkte, wobei er zeitweise fast 4% zulegen konnte.
Marktstimmung vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts
Beeinflusst durch den allgemeinen Ausverkauf in den asiatischen Aktienmärkten, fiel der Nikkei-Index am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit einem Monat und verzeichnete einen dreitägigen Verlust von insgesamt 7,8%. Vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts verkauften Investoren riskante Vermögenswerte und nahmen Gewinne mit, nachdem die Aktienmärkte Rekordstände erreicht hatten. Shuutaro Yasuda, Marktanalyst bei Tokai Tokyo Intelligence Laboratory, sagte: „Als die Aktienkurse kürzlich kontinuierlich stiegen, sah der Markt überhitzt aus, aber nach der abrupten Korrektur wird dieses kurzfristige Überhitzungsgefühl allmählich abgeschwächt.“
Halbleiter- und Energiaktien zeigen starke Performance
Am Donnerstag stiegen die asiatischen Aktienmärkte im Zuge fallender US-Anleihen, was darauf hinweist, dass die Risikobereitschaft vorsichtig zurückkehrt, nachdem sie durch die Verschärfung des Nahostkriegs stark beeinträchtigt worden war. Giganten der Halbleiterbranche trugen zum Anstieg des Nikkei-Index bei, der Chip-Testgerätehersteller Advantest (6857) stieg um 4,2%, und der Hersteller von Chip-Fertigungsanlagen Tokyo Electron (8035) legte um 2,5% zu. Die SoftBank-Gruppe (9984) aus dem Technologiebereich stieg um 4,3%.
Der Energie-Erkundungsindex (.IMING.T) stieg stark um 6,8%, wobei der Öl- und Gaserkundungsbetreiber Inpex (1605) auf ein neues Schlussrekordhoch kletterte.
Luftfahrtaktien leicht rückläufig
Auf der anderen Seite gaben die Luftfahrtaktien leicht nach. Japans größte Fluggesellschaft ANA (9202) fiel um 0,7%, der Konkurrent Japan Airlines (9201) um 1,1%. Die anhaltenden Sorgen über die Spannungen im Nahen Osten und steigende Ölpreise belasteten die Leistung der Luftfahrtaktien. Bis zum Handelsschluss am Donnerstag stiegen 176 der Nikkei-Komponentenaktien, während 48 fielen.