- Die Renditen von chinesischen 30-jährigen Staatsanleihen und Anleihen der China Development Bank (CDB) setzten ihren Abwärtstrend im frühmorgendlichen Handel am Dienstag fort. Die Renditen der aktiv gehandelten 30-jährigen Anleihen fielen dabei um 1 bis 2 Basispunkte. Lang- und ultralangfristige Zinsprodukte führten den Markt für Kassaanleihen an.
- Trotz des Drucks durch traditionelle Steuerzahlungen bleibt die Liquidität am Interbankenmarkt ausreichend. Die stabilen Übernacht- und Sieben-Tage-Geldmärkte bieten eine Basisstütze für den Optimismus am Anleihemarkt.
- Das Finanzministerium Chinas (MOF) hat bestätigt, dass die erste Ausgabe von ultralangen Sonderstaatsanleihen dieses Jahres am 24. April starten wird. Das gesamte Ausgabezeitfenster erstreckt sich von April bis Oktober, wodurch der Markt von Ängsten vor einem kurzfristigen Angebotsschock entlastet wird.
Preisgestaltung für aktive Anleihen und Merkmale des Kassahandels
Die Kassamarktdaten vom Dienstagmorgen zeigen, dass sich der Abwärtstrend der Langfristzinsen weiter öffnet. Die zuletzt gehandelte Rendite der am aktivsten gehandelten 30-jährigen Staatsanleihe (260002) fiel auf 2,2410%, was einen Rückgang um 1,4 Basispunkte gegenüber dem Vortagesschluss bedeutet. Die Rendite der 30-jährigen CDB-Anleihe (210220) fiel noch stärker auf 2,07%, was einem Rückgang um 2,1 Basispunkte entspricht. Im Vergleich dazu wurde die aktiv gehandelte 10-jährige Staatsanleihe (260005) zuletzt bei 1,75% gehandelt, mit einem leichten Rückgang um 0,6 Basispunkte. Diese flache oder sogar teilweise inverse Renditekurve reflektiert die starke Nachfrage des Marktes nach langlaufenden Vermögenswerten. Händler berichten, dass die Knappheit von Kuponvermögen weiter die Verlängerung der Laufzeiten durch Finanzinstitute antreibt, solange es keine klaren Verbesserungen im makroökonomischen Fundament gibt. Die Liquiditätsprämie für ultralange Anleihen wird weiterhin reduziert.
Interbanken-Liquidität und Steuerperiode-Hedging-Mechanismus
Traditionell verursacht die Steuerperiode in der Mitte und gegen Ende des Monats oft einen vorübergehenden Abzugseffekt auf die Liquidität im Interbankenmarkt, was die Geldmarktsätze ansteigen lässt. Allerdings zeigt das Feedback von Maklern in Shanghai, dass die aktuelle Steuerperiode den Geldmarkt „fast nicht berührt“. Diese extrem lockere Geldsituation ist einerseits auf die präzisen Liquiditätseingriffe und Hedge-Operationen der Chinesischen Zentralbank (PBOC) im offenen Markt zurückzuführen, andererseits reflektiert sie auch die relativ schwache Nachfrage der Realwirtschaft nach Krediten, was zu einem großen Liquiditätsüberschuss im Interbanksystem führt. Die Sicherheit des Geldmarkts reduziert die Finanzierungskosten von Leveraged-Geschäften erheblich und bietet dem Anleihemarkt einen stärkeren Puffer gegen potenzielle politische Störungen.
Struktur von institutionellen Beständen und Short-Deckungseffekt
Analysen des Fixed-Income-Teams von Lianchu Securities und mehreren Bankhändlern enthüllen die derzeitige Fragilität und Einseitigkeit der Mikrostruktur des Anleihemarktes. Einige Publikumsfonds und Vermögensverwaltungsprodukte hatten sich zur Prävention vor potenziellen Laufzeitrisiken für eine defensive Positionierung mit kurzen Laufzeiten entschieden. Da die Renditen weiterhin sinken und sich kein wirksames Rebound zeigt, stehen diese defensiven Positionen unter erheblichem Druck bei der relativen Ertragsbewertung. Die Short-Energie erscheint in der aktuellen flüssigen Liquiditätsumgebung als extrem begrenzt und überfüllt. Sobald der Markt selbst geringfügige positive Signale empfängt, kann dies leicht zu Short-Covering und Short-to-Long-Positionen führen. Diese Resonanz von Technik und Liquidität verstärkt bis zu einem gewissen Grad die Abwärtsschräglage der Langrenditen. Sollte es keine substanzielle Erholung der Kreditzahlen geben, könnte diese unausgewogene Mikrohandelsstruktur anhalten.
Prognose der Emissionsrhythmen für ultralange Anleihen und Laufzeitstrategien
Die Sorge des Marktes über eine Erhöhung des Angebots an Staatsanleihen wurde nach der Veröffentlichung des konkreten Emissionsplans durch das Finanzministerium erheblich gelindert. Laut Plan wird die erste Emission ultralanger Sonderstaatsanleihen am 24. April stattfinden, mit einer reibungslose Verteilung der Emissionstermine zwischen April und Oktober. Dieses normalisierte und glatt verlaufende Emissionsverfahren verhindert effektiv, dass ein großes monatliches Angebot die Marktaufnahmefähigkeit konzentriert belastet. Im Vergleich zur tatsächlichen Emission im letzten Jahr wird eine zusätzliche Emission der 30-jährigen Stückelung hinzugefügt, während die Anzahl der 20- und 50-jährigen Emissionen unverändert bleibt, und die 15-jährige Stückelung wird gestrichen. Diese Strukturänderung entspricht genau der Präferenz von Versicherungsinstituten und langlaufenden Vermögensverwaltungsfonds für risikofreie 30-jährige Vermögenswerte. Solange das Emissionsverfahren für ultralange Anleihen keine kurzfristigen Liquiditätskonflikte verursacht, dürfte eine Laufzeitstrategie mit Käufen bei Korrekturen die bevorzugte Wahl der meisten Fixed-Income-Institute bleiben.