Am letzten Handelstag im Februar (27. Februar) sank die US-Börse: Der Dow Jones fiel um 1,05% auf 48.977,92 Punkte, der S&P 500 sank um 0,43% auf 6.878,88 Punkte und der NASDAQ verlor 0,92% auf 22.668,21 Punkte. Auf Monatsbasis sank der S&P 500 im Februar um 0,87% und der NASDAQ um 3,38%, beide verzeichneten den größten monatlichen Rückgang seit März 2025; der Dow Jones stieg leicht um 0,17% und setzte die Serie monatlicher Gewinne knapp fort. Marktanalysten sagen, dass Investoren am Monatsende ihr Risikobudget reduzieren, da Inflationsdaten, Unsicherheiten im Gewinnzyklus der KI-Industrie und zunehmende geopolitische Risikoprämien eine Rolle spielen.
Strukturell führten Finanz- und Technologiewerte die Verluste an, dabei waren Rücksetzer im Halbleiter- und Softwaresektor noch deutlicher. Einige große Technologiewerte verloren stark, während sich die Diskussion über die Kapitalausgaben für KI und den erwarteten Erlöspfad intensiviert. Die „Liquiditätsprämie“ im Wachstumssektor schrumpfte, was die Umschichtung in defensivere Sektoren beschleunigte. Mehrere Institutionen beschrieben diesen Wechsel als „Marginal Improvement“-Trade bei schwächer werdender Risikobereitschaft: Man nutzte stabilere Geldflüsse, um makroökonomische Unsicherheiten auszugleichen.
Inflationsdaten bleiben heiß: Zinssenkungserwartungen bleiben bestehen, Preissetzung wird „träge“
Auf der wirtschaftlichen Datenebene übertrafen der monatliche PPI und der Kern-PPI im Januar die Erwartungen, wobei der Aufwärtsdruck auf die Dienstleistungspreise besonders beachtet wird. Analytiker in der Nähe des Handelstisches sagen, dass die Inflationsbeständigkeit nicht verschwunden ist, der Markt jedoch "träge" auf einzelne Daten reagiert und dabei mehr auf das mögliche Wachstum und die Straffung der finanziellen Bedingungen schaut. In diesem Rahmen bleibt der Preissetzungsprozess für eine Lockerung in diesem Jahr bestehen, das Tempo hängt jedoch stärker von der weiteren Validierung der Beschäftigungs- und Inflationsdaten ab.
Die Unternehmensgewinne, die in den Berichten ausgewiesen werden, bieten weiterhin mittelfristige Unterstützung. Marktteilnehmer betonen, dass die Gewinne der US-Unternehmen im vierten Quartal um über 14% gewachsen sind, was die Fundamentaldaten weiterhin unterstützt, um die Bewertungsniveaus zu halten. Kurzfristig reagieren Risikoappetit jedoch stärker auf makroökonomische und Ereignisfaktoren, weshalb die Indizes eine Spannweite zeigen, die "nach unten gestützt, nach oben limitiert" ist.
Anleihemarkt vorgelaufen: 10-jährige Rendite unter 4% reflektiert „Wachstumsängste“
Im Gegensatz zu den heißen Inflationsdaten blieb die Nachfrage nach Anleihen stark. Die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen sank an diesem Tag auf 3,962% und fiel damit zum ersten Mal seit Ende November letzten Jahres unter die 4%-Marke; im Februar sank sie um insgesamt 28 Basispunkte, einer der größten monatlichen Rückgänge in einem Jahr.
Marktstrategen meinen, diese Kombination aus "heißer Inflation und sinkenden Renditen" deute eher auf die Preisgestaltung von Wachstumsängsten hin: Einerseits sei der Einfluss von KI auf Beschäftigung und Kostenstrukturen von Unternehmen bisher schwer messbar; andererseits steigern Kreditereignisse im Ausland und geopolitische Unsicherheiten die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Einige Institutionen fassen dies als durch „growth scare“ geleitete Zinsdifferenzgeschäfte zusammen.
Aus einer multi-asset Perspektive betrachtet, traten die Rückgänge an den US-Börsen gleichzeitig mit der Stärke der US-Staatsanleihen auf, was bedeutet, dass der Aktienmarkt die Unterstützung durch niedrige Zinsen noch nicht vollständig erkannt hat. Analysten betonen, dass die positive Wirkung durch den Rückgang der Diskontrate durch die gesunkenen Gewinnperspektiven und die gestiegene Risikoprämie ausgeglichen wurde: Wenn Investoren über den Wachstumspfad besorgt sind, führen niedrige Renditen nicht unbedingt zu höheren Aktienbewertungen.
Sichere Anlagen gefragt: Goldpreis steigt kontinuierlich, geopolitische Risikoprämie nimmt zu
Auf dem Rohstoffmarkt verstärkten Risikoaversionen die Nachfrage nach Edelmetallen. Der Spotpreis für Gold stieg Ende Februar auf etwa 5.230 USD pro Unze, was einem monatlichen Anstieg von etwa 7,6% entspricht, und verzeichnete den siebten monatlichen Anstieg in Folge; Silber stieg innerhalb des Monats um etwa 9,7%.
Gleichzeitig stiegen die Ölpreise inmitten geopolitischer Risiken und Störungen der Lieferprognosen. Personen aus dem Rohstoffhandel berichten, dass der Anstieg der Ölpreise eher eventgetriebenen Risikoprämien als einer Verbesserung der Nachfrage zu verdanken ist; bei inflationssensitiven Anlagen wird die Performance von Gold als eine Preisgestaltung basierend auf „politischer Unsicherheit + geopolitischen Risiken + Schwankungen der realen Zinssätze“ angesehen.
Hinsichtlich chinesischer Aktien an den US-Börsen fiel der NASDAQ Golden Dragon China Index an diesem Tag um 1,81%, im Einklang mit der globalen Abschwächung der Risikobereitschaft. Marktteilnehmer sehen die Schwankungen der ausländischen Zinsen und des US-Dollars weiterhin als einen der kurzfristigen Preisanker an. Sollte die Rendite der US-Staatsanleihen weiter sinken, während die Aktienmarktvolatilität anhält, könnte das Risiko-Budget über Märkte hinweg weiter schrumpfen.