Vorbörslich am Donnerstag fiel der Aktienkurs des Netzwerkausrüstungsgiganten Cisco (CSCO) zeitweise um über 6%, wobei der Markt den Fokus auf die neuesten Quartalsprognosen des Unternehmens legte: Obwohl Bestellungen und Leistungen nicht schlecht sind, führte die Erwartung eines „Abstiegs“ der Gewinnspanne dazu, dass kurzfristige Investoren sich zurückzogen.
Vorbörsliche Bewegung: Nach Prognoseveröffentlichung wird der Aktienkurs neu bewertet
Im vorbörslichen Handel sank der Cisco-Aktienkurs auf etwa 80 Dollar. Das Anliegen der Investoren ist nicht die Einnahmeseite, sondern die Möglichkeit, dass "je mehr verkauft wird, desto dünner der Gewinn" - dies ist vor dem Hintergrund steigender Kosten in der Hardwarekette besonders sensibel.
Wichtige Punkte der Prognose: Angepasste Bruttomarge für Q3 wird auf 65,5 %–66,5 % geschätzt
Cisco schätzt, dass die angepasste Bruttomarge im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (nach Firmendefinition) bei 65,5 %–66,5 % liegt, was einem Rückgang von etwa 2,1–3,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wobei der Rückgang größer ist als im vorigen Quartal; die nicht-GAAP-Bruttomarge des letzten Geschäftsjahres betrug 67,5 %, was unter dem Vorjahresstand von 68,7 % liegt.
Kostenquellen: Auswirkungen von Zöllen eingerechnet, steigende Speicherpreise erhöhen den Druck
Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, dass seine EPS- und Gewinnmargenerwartungen die geschätzten Auswirkungen von Zöllen auf der Grundlage der aktuellen Handelspolitik berücksichtigen. Andererseits berichten mehrere Medien und Studien, dass die Nachfrage nach AI-Infrastruktur die globalen speicherbezogenen Preise erhöht, wobei die Lieferkette eher hochmargige Rechenzentrumsprodukte bevorzugt und damit den Kostenraum traditioneller Hardwarehersteller einengt.
Ergebnisse sind nicht „schlecht“, aber der Markt wettet auf stabile Gewinnmargen
Betrachtet man die Ergebnisse, so haben Ciscos neuestes Quartalsergebnis und die Nachfrage eine solide Grundlage, und das Unternehmen hat für das nächste Quartal einen Einnahmenbereich von 15,4–15,6 Milliarden Dollar und einen Bereich des angepassten EPS von 1,02–1,04 Dollar festgelegt; jedoch konzentriert sich der Markt angesichts der Erwartung eines weiteren Rückgangs der Gewinnspannen mehr darauf, ob das Unternehmen durch Preiserhöhungen, Neubewertungen von Verträgen und Investitionen in die Entwicklung von KI-Produkten die Kostenbelastung ausgleichen und die „Untergrenze“ der Bruttomarge halten kann.