Kurz vor der Bekanntgabe der Zinsentscheidung der Fed im März zeigt sich der US-Dollar-Index (DXY) stabil, hauptsächlich gestützt durch die Risikoflüchte-Mentalität und die Erwartung, dass hohe Zinsen länger bestehen bleiben. Laut den von CME FedWatch verfolgten Fed-Funds-Futures liegt die Wahrscheinlichkeit, dass bei dieser Sitzung die derzeitige Zinspolitik beibehalten wird, bei nahezu 100%. Der Fokus des Marktes hat sich jetzt von der Frage „ob die Zinsen erhöht werden“ auf „wie lange die hohen Zinsen bestehen bleiben“ verlagert.
Branchenauswirkungen
Die Turbulenzen auf dem Energiemarkt verändern derzeit die globale Logik des Devisenhandels. Aufgrund der Ölversorgungsausfälle durch den Nahostkrieg steigen die Inflationserwartungen erneut, was institutionelle Investoren zwingt, den Wendepunkt der Fed-Politik neu zu bewerten. Daten von Handelstischen zeigen, dass die implizite Rendite der Fed-Funds-Futures im Oktober zuletzt stark schwankte, was auf eine tiefe Spaltung im Markt darüber hinweist, ob die Fed die Zinssenkung umsetzen kann, bevor die Inflation vollständig unter Kontrolle ist. Die Definition der Fed in Bezug auf die Ölkrise – ob es sich um eine vorübergehende Lieferunterbrechung oder einen langfristigen strukturellen Antrieb handelt – wird direkt die Entwicklung des US-Dollars in den nächsten drei Quartalen bestimmen.
Investitionsausblick
Da Powell kurz vor dem Ende seiner Amtszeit steht, erwarten Devisenstrategen allgemein, dass die Fed ihre aktuellen Wirtschaftsprognosen beibehalten wird. Sollten die Ölpreise stabil über 100 Dollar bleiben, wird die Nichtanpassung der Prognosen selbst als hawkische Haltung gewertet. Für multinationale Unternehmen und makroökonomische Hedgefonds könnte die aktuelle Phase der Stabilität des US-Dollars nur die Ruhe vor dem Sturm sein, da im Mai die Übernahme durch Kevin Warsh zu einer signifikanten Veränderung im Kommunikationsstil und den politischen Schwerpunkten der Fed führen könnte.