Seit Anfang 2022 erleben die Goldpreise einen nahezu beispiellosen Anstieg. Bis zum 3. März 2026 lag der Goldpreis bei 5151 USD pro Unze. Marktanalysten betonen, dass dieser Anstieg weitgehend durch geopolitische Instabilität angetrieben wird, insbesondere durch den Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine im Jahr 2022, der die Nachfrage nach Gold weiter verstärkte. Laut Daten von TradingView zeigt der Goldpreis in den letzten fünf Jahren einen anhaltenden Aufwärtstrend, der eng mit globalen geopolitischen Spannungen verbunden ist. Dennoch haben mehrere Analysten vor dem künftigen Verlauf des Goldes gewarnt, obwohl die aktuellen Preise ein Allzeithoch erreicht haben.
Mike McGlone, der Chefrohstoffanalyst von Bloomberg, erklärte in einem kürzlich veröffentlichten Post auf X, dass dieser Goldbullenmarkt möglicherweise seinem Ende nahe ist. McGlone ist der Meinung, dass die derzeit hohen Goldpreise einen vorläufigen Höhepunkt in den kommenden Jahren signalisieren könnten. Seit 2026 sind die Goldpreise um etwa 20 % gestiegen und haben Ende Januar 5595 USD pro Unze überschritten, was ein historisches Hoch darstellt. Anhaltende geopolitische Spannungen, internationale Handelskonflikte und Bedenken über die Unabhängigkeit der US-Notenbank stützen die Nachfrage nach Gold.
Die Unsicherheiten im Goldmarkt
McGlone erklärte, dass die Goldbegeisterung Anfang der 2020er Jahre hauptsächlich durch den äußeren Druck auf die USA und globale Instabilität getrieben wurde. Als "sicherer Hafen" ist Gold sowohl bei Kleinanlegern als auch bei Zentralbanken begehrt. Doch in den letzten Jahren hat die USA auf geopolitischer Ebene bedeutende Erfolge erzielt, insbesondere durch den Sturz des Assad-Regimes in Syrien und das Maduro-Regime in Venezuela. Diese Erfolge haben die weltweite Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen geschwächt.
McGlone bemerkte weiter, dass, wenn die US-Aktivitäten im Iran letztendlich zu einem Regimewechsel führen oder eine politische Entspannung ähnlich wie in Venezuela eintritt, die geopolitische Unsicherheit, die den Goldpreis in die Höhe treibt, schnell nachlassen könnte, was die Entwicklung des Goldmarktes beeinflussen würde.
Die Entwicklung von Rohöl und Silber
In demselben Analysebericht erwähnt McGlone auch, dass Preise für Rohöl und Silber ähnlichen Entwicklungen ausgesetzt sein könnten. Er sagte, dass mit der abnehmenden internationalen Instabilität sich der Markt allmählich wieder stabilisieren und die kürzlich erzielten Höchststände von Rohöl und Silber wahrscheinlich als temporäre Spitzen in den kommenden Jahren gelten werden. Er erklärte, dass der Brent-Ölpreis nahe bei 80 USD pro Barrel liege und der Silberpreis nahe bei 100 USD pro Unze. Diese Preisniveaus könnten als vorübergehende Spitzen im Jahr 2026 angesehen werden. McGlone meint, dass die derzeitige Rückkopplungseffekte des Marktes und die leichte Wiederbelebung der Aktienmarktvolatilität diese Vermögenswerte in die Höhe treiben werden, jedoch wird die allgemeine Marktunsicherheit allmählich abnehmen.