Laut einem Bericht von Citigroup steht der Kupferpreis angesichts der zunehmenden Spannungen im Iran in naher Zukunft vor der Gefahr, unter 12.000 USD je Tonne zu fallen. Der Bericht weist darauf hin, dass der derzeitige Marktdruck hauptsächlich von geopolitischen Unsicherheiten herrührt. Citigroup erwartet jedoch, dass sich die Lage in den kommenden Wochen entspannen wird und die Kupferpreise innerhalb von drei Monaten auf einen Bereich von 13.500 bis 14.000 USD je Tonne steigen werden.
Nach Angaben der London Metal Exchange (LME) erreichte der Kupferpreis am Dienstag vorübergehend 12.722 USD pro Tonne und damit den niedrigsten Stand seit dem 19. Februar. Analysten von Citigroup erklärten, dass die Iran-Situation möglicherweise die Kupferversorgung beeinträchtigen könnte. Sollte sich der Konflikt jedoch ausweiten, könnte der Markt aufgrund von Wachstumssorgen mit einem massiven Ausverkauf reagieren, was die Netto-Leerverkäufe im Kupfermarkt verschärfen würde.
Neben Kupfer erwähnte Citigroup, dass auch Metalle wie Zinn, Nickel und Blei ähnlichen Risiken ausgesetzt sind und Netto-Leerverkäufe aufrechterhalten werden. Zugleich tendieren die Preisrisiken für Aluminium und Zink nach oben, hauptsächlich weil die Produktion dieser Metalle leicht durch Transportunterbrechungen im Golfgebiet beeinträchtigt werden könnte und steigende Energiepreise möglicherweise die Schmelzkosten weiter erhöhen.
Aufgrund der Instabilität in Iran hat Norsk Hydro ihren Aluminiumproduktion in einem Joint Venture in Katar ausgesetzt, was ebenfalls die Aluminiumpreise in die Höhe getrieben hat. Der Nahe Osten macht 8 % der weltweiten Aluminiumproduktion aus, und die Aluminiumprodukte werden durch die Straße von Hormus exportiert. Ein hochrangiger Offizier der iranischen Revolutionsgarde erklärte, dass Iran auf jedes Schiff feuern werde, das versucht, durch die Straße von Hormus zu fahren.