Vor dem Hintergrund eines sinkenden Zinszyklus steht die Rentabilität des polnischen Bankensektors unter Druck, und die Leistung der Handlowy-Bank im Jahr 2025 spiegelt diesen typischen Trend wider.
Der Jahresnettogewinn der Bank ging um 5 % auf 1,67 Milliarden Zloty zurück, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der Nettozinseinnahmen. Da die polnische Zentralbank in den letzten zwölf Monaten den Zinssatz um insgesamt 200 Basispunkte gesenkt hat, wurden die Bankenmargen erheblich geschmälert, was die Rentabilität direkt beeinträchtigte.
Die Anpassung der Geschäftsstruktur wirkte sich ebenfalls auf die kurzfristigen Ergebnisse aus. Die Handlowy-Bank schloss die strategische Umstellung auf das Geschäft mit institutionellen Kunden ab, verkaufte das Privatkundengeschäft an die VeloBank und verbuchte im zweiten Quartal einen einmaligen Verlust von etwa 380 Millionen Zloty.
Gleichzeitig wurden nicht zinstragende Einnahmen zu einer wichtigen Stütze, da die Gebühren- und Provisionserlöse im Vergleich zum Vorjahr um 7 % stiegen, was die zunehmende Bedeutung von dienstleistungsbezogenen Einnahmen in einem Niedrigzinsumfeld verdeutlicht.
In Bezug auf die Regulierung hat die polnische Finanzaufsicht bestätigt, dass die Bank über eine hohe Ausschüttungsfähigkeit verfügt, mit der bis zu 75 % des Gewinns verteilt werden können, was die Sorgen der Investoren über den Rückgang der Rentabilität teilweise mildert.