Der saudische Finanzminister Mohammed Al-Jadaan sprach am Donnerstag auf dem FII PRIORITY Gipfel in Miami und warnte, dass sich die Störung der globalen Ölversorgungskette weiter verschärfen könnte, falls der Konflikt mit Iran nicht schnell gelöst wird. Al-Jadaan betonte, dass der geopolitische Unruhen der vergangenen Wochen die Lieferketten in einem Ausmaß beeinträchtigt haben, das die chaotischen Zeiten nach der COVID-19-Pandemie übertrifft. Er rief die internationale Gemeinschaft zu einer koordinierten Aktion auf, um den Konflikt so schnell wie möglich zu beenden und tiefgreifendere systemische Schäden an der globalen Wirtschaft zu verhindern. Derzeit hat die angespannte Lage im Persischen Golf zu einer Blockade der wesentlichen Schifffahrtswege geführt und eine tiefgreifende Besorgnis über Unterbrechungen in der physischen Rohölversorgung auf den Märkten ausgelöst.
Makroökonomische Risikoanalyse
Die Äußerungen von Al-Jadaan spiegeln die Sorgen Saudi-Arabiens als globaler Kernölproduzent über die derzeitigen Engpässe in der Energielogistik wider. Der Finanzminister machte deutlich, dass, sollte der aktuelle feindselige Zustand anhalten, das Ausmaß der Unterbrechung der Lieferketten jede bisherige globale Erschütterung übersteigen wird. Laut den von Refinitiv zusammengestellten Makrodaten ist der derzeitige Ölhandelsfluss von etwa 20% der Welt aufgrund der Blockade der Straße von Hormus in einem Zustand der Unsicherheit. Al-Jadaan hob hervor, dass die Lösung des aktuellen Konflikts dringend notwendig ist, um die Stabilität der globalen Wirtschaft zu bewahren, da ansonsten steigende Energiekosten die globale Inflationsrate neu gestalten könnten.