Die internationalen Ölpreise nähern sich 120 US-Dollar und belasten globale Risikoanlagen sowie die Bewertung von Technologiewerten.
Anstieg der Marktunsicherheit
Am Montag verzeichneten die Ölpreise im asiatischen Handel einen deutlichen Anstieg, was die Risikoscheu auf den globalen Märkten erhöhte.
Die von Technologieaktien dominierte Nasdaq-100-Futures fielen um etwa 2,32 %, während die CBOE Volatility Index Futures um 7,28 % zulegten.
Investoren befürchten, dass steigende Energiepreise über den Inflationskanal die US-Wirtschaft belasten könnten.
Technologiegiganten stehen unter doppeltem Druck
Technologieunternehmen stehen sowohl unter Nachfragedruck als auch vor dem Risiko steigender Kosten.
Einerseits könnte ein Rückgang des Verbrauchervertrauens die Nachfrage im Werbemarkt schwächen.
Andererseits könnten steigende Energiekosten die Ausgaben für Rechenzentren, Strom und Infrastruktur in die Höhe treiben.
Fokus auf Werbung und KI-Investitionen
Die Einnahmen von Internetunternehmen hängen stark vom Werbemarkt ab.
Amazon erzielte im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Werbeumsatz von etwa 21,3 Milliarden US-Dollar.
Meta Platforms verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Werbeumsatz von etwa 58,1 Milliarden US-Dollar, was etwa 97 % des Gesamteinkommens ausmacht.
Gleichzeitig erhöhen Technologiegiganten kontinuierlich ihre Investitionen in die künstliche Intelligenz.
Meta plant, 115 bis 135 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren, während Amazon erwartet, bis 2026 Kapitalausgaben von etwa 200 Milliarden US-Dollar zu erreichen.
Risiken in der KI-Wertschöpfungskette
Die Wachstumschancen des KI-Chipherstellers NVIDIA sind stark von den Investitionen großer Technologieunternehmen in Rechenzentren abhängig.
Sollten steigende Ölpreise das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen und zu einer Straffung der Unternehmensbudgets führen, könnte der Investitionszyklus in KI innerhalb der Technologiebranche unter Unsicherheit leiden.