Der Präsident der Bank of Japan, Kazuo Ueda, erklärte am Mittwoch (4.), dass die Zentralbank die Möglichkeit einer Zinserhöhung in Betracht ziehen wird, wenn sich die Erwartungen an die japanische Wirtschaft und die Preise wie erwartet erfüllen. Er betonte jedoch besonders, dass die Unruhen im Nahen Osten erhebliche Auswirkungen auf die japanische und die globale Wirtschaft haben könnten. Ueda wies darauf hin, dass geopolitische Konflikte zu steigenden Energiekosten und Marktvolatilität führen können, die erheblichen Einfluss auf die japanische Wirtschaft haben. Er hob hervor, dass die Zentralbank die Entwicklungen genau beobachten werde.
Uedas vorsichtige Haltung bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung nach dem Zentralbanktreffen am 19. März eher gering ist. Derzeit erwarten die Marktteilnehmer eine Wahrscheinlichkeit von nur 6 % für eine Zinserhöhung im März auf 0,75 %. Allerdings wird erwartet, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April deutlich auf 60 % erhöhen wird. Ueda erklärte außerdem, dass die Bank of Japan die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Preise „sehr sorgfältig“ analysiert und bekräftigte, dass die Löhne signifikant steigen müssen, um das stabile Inflationsziel von 2 % aufrechtzuerhalten.