
Vor dem Börsenstart: TSX60-Futures steigen leicht, Index stabilisiert sich nach Rückgang
Am Dienstag vor Handelsbeginn stiegen die an den kanadischen Hauptindex gekoppelten S&P/TSX 60-Futures leicht an. Der Markt verarbeitet den Rückgang des Vortages und wartet auf die intensiven geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbanken sowie makroökonomische Risiken in dieser Woche.
In Bezug auf den Kassamarkt zog sich der S&P/TSX Composite Index zuvor von seinem kürzlich erreichten historischen Höchststand zurück und fiel am Vortag leicht auf etwa 33.093 Punkte. Auf Einzelebene war der Verkaufsdruck aufgrund von Nachrichten rund um Bombardier einer der belastenden Faktoren.
Steigende Rohstoffpreise: Edelmetalle stärken Ressourcenaktien
Der kanadische Aktienmarkt hat ein hohes Gewicht an Rohstoffen, sodass Preisänderungen bei Rohstoffen oft die marginale Auswirkung auf den Index verstärken. Am Dienstag vor Handelsbeginn stiegen die Preise für Edelmetalle wie Gold und Silber, was als eine der Stützen für den TSX angesehen wird.
Gleichzeitig wurde der Ölpreis ebenfalls durch Wetterfaktoren beeinflusst: Die USA erleben eine starke Kältewelle, und der Markt bewertet das Ausmaß der Auswirkungen auf Produktionsgebiete und Raffinerien, was die Sensibilität des Ölpreises wegen kurzfristiger Angebotsunsicherheiten erhöht.
Zentralbank-Entscheidungswoche: Fed und Kanadische Zentralbank geben den Takt vor, Markt beobachtet gespannt
Das Hauptthema der Woche sind die Zentralbanktreffen. Die Januar-Sitzung der US-Notenbank ist für den 27.–28. Januar angesetzt, wobei die Marktteilnehmer mehrheitlich erwarten, dass keine Änderung der Geldpolitik erfolgt. Man sucht in den Erklärungen und in der Pressekonferenz nach Hinweisen für den weiteren Verlauf des Jahres.
Die Bank of Canada wird ebenfalls am 28. Januar ihren Zinsentscheid und den zugehörigen Bericht veröffentlichen. Zusammen mit der zeitgleichen Einschätzung der Fed führt dies dazu, dass sich das Kapital über die Märkte hinweg vorsichtiger in risikoreiche Anlagen bewegt, wobei die Volatilität eher auf "Änderungen in der Wortwahl" als auf reine Zinsniveaus konzentriert ist.
Ereignisse und Bilanzen: Zollerhöhung + Bilanzsaison verstärken strukturelle Divergenzen
In Bezug auf externe Ereignisse wurde die Ankündigung der USA, die Zölle auf bestimmte Importe aus Südkorea auf 25 % zu erhöhen, vom Markt in den Bewertungsrahmen der "Unsicherheit der Handelspolitik" integriert. Doch vor den Zentralbanksitzungen wurde der kurzfristige Stimmungsumschwung durch Abwarten teilweise ausgeglichen.
Die Bilanzsaison nimmt ebenfalls Fahrt auf. Berichten zufolge wird ein intensives Veröffentlichungsfenster von Unternehmen des S&P 500 erwartet, wobei der Markt besonderes Augenmerk auf die Leitlinien der führenden Technologieunternehmen und wichtigen Branchen legt. Die Volatilität vor Handelsbeginn bei Krankenversicherungen ist auf veränderte Erwartungen über niedrigere Medicare Advantage-Erhöhungen zurückzuführen.
