Der CEO der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS), Luigi Lovaglio, hat erklärt, dass trotz der Unsicherheiten in der Unternehmensführung der strategische Plan nach der Integration mit Mediobanca weiterhin vorangetrieben wird.
Strategische Kontinuität trotz Veränderungen in der Führung
Der Vorstand von MPS hat kürzlich beschlossen, Lovaglio von der Liste der Kandidaten für den neuen CEO auszuschließen, was kurz nach Einreichung des strategischen Plans für die Fusion geschah und Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Managements aufwarf.
Lovaglio erklärte auf der Morgan Stanley Investorenkonferenz in London, dass die Governance-Prozesse im Gange sind, aber die Umsetzung der bestehenden Strategie nicht beeinträchtigen werden.
Fusionen und Kapitalrückführungspläne
MPS hat zuvor den Erwerb von Mediobanca vorangetrieben und plant, diese vollständig in die Konzernstruktur zu integrieren. Die Bank hat das Ziel, bis 2030 16 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückzugeben, was einer Ausschüttung von 100% des Gewinns entspricht.
Darüber hinaus verfügt MPS über rund 3 Milliarden Euro an zusätzlichem Kapital, das zur Ausschüttung oder Reinvestition genutzt werden kann. Das Management erklärte, dass die nächsten 12 Monate ein entscheidendes Zeitfenster für die Entscheidungen zur Kapitalverwendung sein werden.
Hintergrund der Konsolidierung im italienischen Bankensektor
Analysten weisen darauf hin, dass die Fusionswelle im italienischen Bankensektor weiterhin anhält und die Integration von MPS und Mediobanca als wichtiger Bestandteil der Umstrukturierung der Branche betrachtet wird.
Trotz der Unwägbarkeiten im Management bleibt der Fokus des Marktes auf dem Integrationsfortschritt und den Entscheidungen zur Kapitalallokation.