
Der Offshore-Bohrunternehmer Valaris stieg am Montag vorbörslich kräftig an, da der Konkurrent Transocean angekündigt hatte, das Unternehmen in einem reinen Aktientausch zu übernehmen, wobei die Transaktion auf rund 5,8 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Nach der Ankündigung stieg Valaris vorbörslich um mehr als 20 %, während der Aktienkurs von Transocean leicht zurückging.
Transaktionsdetails: Fusion durch Aktientausch, Umtauschverhältnis fixiert
Gemäß den von beiden Seiten offengelegten Bedingungen erhalten Valaris-Aktionäre Transocean-Aktien im festen Umtauschverhältnis: Für jede Valaris-Stammaktie können 15,235 Transocean-Aktien getauscht werden. Laut einer Berechnung von Reuters stellt dies einen deutlichen Aufschlag auf den jüngsten Schlusskurs von Valaris dar.
Größe nach Fusion: 73 Plattformen, Aufträge im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar
Wenn die Transaktion abgeschlossen ist, wird das fusionierte Unternehmen 73 Offshore-Bohrplattformen besitzen, die verschiedene Vermögensarten abdecken, darunter ultra-tiefe, halb-tauchfähige und moderne Hubbohrplattformen. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen, Aufträge im Wert von etwa 10 Milliarden US-Dollar beizubehalten, um die Sichtbarkeit des zukünftigen Cashflows zu erhöhen.
Synergien und Kostensenkungen: 200 Millionen US-Dollar zusätzliche Synergien, bestehende Einsparungspläne ergänzt
Beide Unternehmen erklärten, dass die Integration voraussichtlich über 200 Millionen US-Dollar an „verifizierten“ Kostensynergien bringen wird; dies wird durch Transoceans laufende Kostensenkungspläne ergänzt – mit dem Ziel, bis 2026 über 250 Millionen US-Dollar an Ausgaben zu senken.
Eigentum und Governance: Transocean hält 53%, Management bleibt an der Spitze
Nach Abschluss der Transaktion wird die Eigentumsstruktur des fusionierten Unternehmens voraussichtlich wie folgt aussehen: Die ursprünglichen Transocean-Aktionäre halten etwa 53%, die ursprünglichen Valaris-Aktionäre etwa 47%. Was die Managementstruktur angeht, wird der derzeitige CEO von Transocean, Keelan Adamson, weiterhin als Chief Executive Officer des fusionierten Unternehmens fungieren, während Jeremy Thigpen der Executive Chairman des Vorstands wird.
Zeitplan für den Abschluss: Ziel ist die zweite Hälfte des Jahres 2026, noch stehen mehrere Genehmigungen aus
Beide Parteien gehen davon aus, dass die Transaktion in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein wird. Dies hängt jedoch von der Erteilung regulatorischer Genehmigungen und der Erfüllung von Standardabschlussbedingungen ab, einschließlich der Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen.
