
Am Mittwoch während der asiatischen Handelszeiten fiel der südkoreanische Won erneut, und das Interesse an der "Wechselkursstabilisierung"-Politik nahm deutlich zu. Während des Handels rutschte der Won gegenüber dem Dollar zeitweise auf etwa 1479,3 ab, was die Abwärtsbewegung für zehn aufeinanderfolgende Handelstage fortsetzte und nur einen Schritt vom niedrigsten Bereich seit März 2009 entfernt war.
Alarmstufe: Rekord der Kursverluste erneuert, Jahresperformance hinterherhinkend
Angeschoben durch die Stimmung der „Einbahnstraßen-Handel“ hat der Won seit Jahresbeginn bereits über 2,6 % verloren und wird als eine der schwächsten Währungen Asiens bezeichnet. Der direkte Effekt der fallenden Wechselkurse ist: steigende Importkosten und zunehmender Inflationsdruck, die den Konsum der Haushalte und die Unternehmensgewinne belasten könnten.
Woher kommt die Dollarnachfrage: Kapitalabfluss und Importkauf von Devisen kombiniert
Der Kern des Abwertungsdrucks liegt in der starken Dollarnachfrage. Ein Bericht zitiert Daten der koreanischen Wertpapierverwahrstelle, wonach private Anleger bis zum 13. Januar in diesem Jahr etwa 2,2 Milliarden Dollar in US-Aktien investiert haben; gleichzeitig erhöhten Importeuren durch konzentrierten Devisenkauf für Auslandzahlungen kurzfristig die Dollarnachfrage. Der Verkauf koreanischer Aktien durch ausländische Investoren verstärkte den „Rückenwind“ der Abwertung der Landeswährung.
Externe Faktoren verstärken Druck: Starker Dollar, schwacher Yen und Ölpreisbedenken
Neben den Kapitalflüssen ist auch die externe Umgebung nicht förderlich: Starke US-Daten unterstützen den Dollar; Nachrichten im Zusammenhang mit japanischen Wahlen beeinträchtigen den Yen und drücken indirekt die Stimmung in der Region; die Spannungen im Nahen Osten, die Besorgnis über steigende Ölpreise mit sich bringen, stellen auch für das energieimportabhängige Südkorea eine empfindliche Wechselkurs-Inflationskette dar.
Maßnahmen der Behörden: Neben verbalen Interventionen werden schnellere Maßnahmen erwogen
In den letzten Wochen hat Südkorea verbale Interventionen verstärkt und Maßnahmen ergriffen, darunter die Senkung der mit Devisenstabilität verbundenen Kosten für Banken, was den Abwärtstrend kurzfristig nicht umkehren konnte. Der jüngste Fortschritt ist, dass der koreanische Finanzminister angekündigt hat, Maßnahmen zur Bewältigung der Wechselkursschwankungen schnell umzusetzen, und einen Teil des jüngsten Angebots-Nachfrage-Ungleichgewichts auf die Expansion ausländischer Wertpapierinvestitionen zurückführt; Bankexperten wiesen auch darauf hin, dass das Niveau des Won über „1.400“ nicht mit den wirtschaftlichen Grundlagen übereinstimmt und die Marktstimmung möglicherweise übertrieben pessimistisch ist.
