Barclays hat seine Prognose für den durchschnittlichen Brent-Rohölpreis im Jahr 2026 auf 85 US-Dollar pro Barrel angehoben, da der Konflikt im Nahen Osten zu einem deutlichen Rückgang der Öltransporte durch die Straße von Hormus geführt hat und das weltweite Angebot sich verengt. Die Bank weist in einem Forschungsbericht darauf hin, dass die Produktionsausfälle im Golf bereits 10 Millionen Barrel pro Tag überschreiten und den Markt weiterhin stützen.
Barclays erklärte, dass ihr Basisszenario davon ausgeht, dass sich die Situation in der Straße innerhalb von zwei bis drei Wochen normalisieren wird. Sollte die Erholung jedoch auf vier bis sechs Wochen ausgedehnt werden, könnte der Brent-Preis auf ein Niveau von 100 US-Dollar pro Barrel neu bewertet werden.
Obwohl die Internationale Energieagentur strategische Reserven freigesetzt hat, um den Versorgungsschock zu mildern, bleibt der Markt hinsichtlich der Dauer des Konflikts äußerst wachsam. Am Freitag schloss der Brent-Rohöl-Futures-Kontrakt bei 103,14 US-Dollar pro Barrel, ein Anstieg von 2,67 %.