Der Fortschritt der Handelsverhandlungen zwischen Indien und den USA zeigt neue Unsicherheiten. Mehrere indische Regierungsquellen haben enthüllt, dass Neu-Delhi in Erwägung zieht, das ursprünglich für März geplante, vorläufige Handelsabkommen zu verschieben, nachdem die USA eine Untersuchung zur "strukturellen Überkapazität" bei Handelspartnern eingeleitet haben.
Das Abkommen wird als ein wichtiger Schritt zur Vertiefung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen beiden Seiten angesehen. Zuvor hatten sich beide Seiten in Fragen der Zollsenkung, des Energiebezugs und des Marktzugangs auf eine vorläufige Einigung geeinigt. Indien hatte versprochen, das Volumen der Käufe von US-Produkten zu erhöhen und die Strategie für den Import bestimmter russischer Energien zu überdenken.
Jedoch verschärfen die neuesten Untersuchungsmaßnahmen der USA die Verhandlungsfriktionen. Indien glaubt, dass dieser Schritt möglicherweise darauf abzielt, die Unterzeichnung des Handelsabkommens zu beschleunigen und gleichzeitig die zunehmende Unsicherheit im globalen Handelsumfeld widerspiegelt.
Dennoch betont das indische Handelsministerium, dass beide Seiten in enger Kommunikation bleiben, und US-Beamte zeigen sich optimistisch über das Zustandekommen eines Abkommens. Der Markt geht allgemein davon aus, dass die Verlangsamung des Verhandlungstempos die Erwartungen an bilaterale Handelsinvestitionen beeinflussen könnte, aber der Raum für eine mittelfristige Zusammenarbeit bleibt bestehen.