- Der südkoreanische Aktienindex stieg am Freitag leicht an und steuert auf einen wöchentlichen Zuwachs von fast fünf Prozent zu, gestützt durch die Erwartung einer leichten Verbesserung der US-Iran-Verhandlungen, obwohl er am Tag einem strukturellen Verkaufsdruck von ausländischen Investoren in Höhe von über 1,4 Billionen Won ausgesetzt war.
- Schwergewichtige Technologiewerte und der Automobilsektor konsolidierten sich, wobei Samsung Electronics aufgrund der Abstimmung über eine vorläufige Gewerkschaftsvereinbarung um 1,84 Prozent fiel, während Hyundai Motor und Kia Motors jeweils um über zwei Prozent nachgaben.
- Die Liquidität am Rentenmarkt zeigte eine deutliche Erholung, wobei die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen um 3,7 Basispunkte auf 4,145 Prozent zurückging, während der Offshore-Won gegenüber dem US-Dollar im Jahresverlauf um insgesamt 4,5 Prozent abwertete.
Marginale Verbesserung der geopolitischen Verhandlungen führt zu Neubewertung des Risikopremiums
Während der asiatisch-pazifischen Handelssitzung übertrug sich die Entspannung des geopolitischen Risikopremiums an der Wall Street über Nacht schnell auf den Aktienmarkt in Seoul. Positive Signale von US-Außenminister Rubio zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über Uranvorräte und die Kontrolle der Straße von Hormus führten direkt zu einer Neubewertung des Risikopremiums durch internationale Hochfrequenzkapitalströme. Der südkoreanische Aktienindex stieg im frühen Handel um bis zu 0,41 Prozent und erreichte ein Hoch von 7.847,48 Punkten. Obwohl zwischen den USA und dem Iran weiterhin substanzielle Differenzen in zentralen Souveränitätsfragen bestehen, wurde die bedingte Erwartung einer kurzfristigen Entspannung der geopolitischen Spannungen zu einer marginalen Variablen, die die Stimmung auf dem lokalen Markt stützte.
Interner Wettstreit zwischen grenzüberschreitendem Kapital und lokalem Kaufinteresse
Auf der Ebene der Einzelaktien und Kapitalströme war die strukturelle Divergenz des Marktes extrem ausgeprägt. Ausländische Investoren verzeichneten im KOSPI-Markt einen nicht-strukturellen Nettoverkauf von 1,4137 Billionen Won, was darauf hindeutet, dass einige globale Arbitragefonds auf dem technischen Zyklushoch Gewinne mitnahmen. Dennoch zeigte der gesamte Markt eine starke Aufwärtsbreite, wobei von insgesamt 917 gehandelten Aktien 758 im Plus lagen und nur 136 im Minus. Der Kauf von lokalen Institutionen und Privatanlegern kompensierte effektiv die negativen Auswirkungen des massiven Kapitalabflusses aus dem Ausland und hielt den Index auf einem relativ hohen Niveau.
Variablen der Arbeitsverhandlungen und die phasenweise Konsolidierung der Kernschwergewichte
Mikroindustrielle Dynamiken üben direkten Druck auf die Kursentwicklung der Schwergewichte aus. Die Mitglieder der Samsung Electronics Gewerkschaft begannen am Freitag offiziell mit der Abstimmung über eine vorläufige Gehaltsvereinbarung, was zu einer Flucht in sichere Anlagen bei den Bullen führte und den Aktienkurs um 1,84 Prozent sinken ließ. Gleichzeitig fiel der Branchenriese SK Hynix leicht um 0,10 Prozent. Da der Automobilsektor ebenfalls unter dem doppelten Druck von Lieferketten- und Wechselkursschwankungen steht, verzeichneten Hyundai Motor und Kia Motors Rückgänge von 2,25 Prozent bzw. 2,14 Prozent, was die Aufwärtsbewegung des Index dämpfte.
Attraktivität von festverzinslichen Anlagen erholt sich und der schwache Won bleibt defensiv
Auf den Währungs- und Anleihemärkten drücken marginale Veränderungen der makroökonomischen Liquidität durch Bewegungen in der Zinskurve aus. Die Rendite der dreijährigen Staatsanleihen fiel auf 3,746 Prozent, während die Rendite der zehnjährigen Anleihen um 3,7 Basispunkte auf 4,145 Prozent zurückging, was darauf hindeutet, dass die Sorgen des Marktes über systemische Inflationsrisiken aufgrund geopolitischer Krisen nachgelassen haben und Long-Positionen im Anleihemarkt ergänzt wurden. Auf der Devisenseite wurde der Won gegenüber dem US-Dollar auf der Abrechnungsplattform mit 1.512,3 gehandelt, was einer Abwertung von 4,5 Prozent im Jahresverlauf entspricht. Sollte der externe US-Dollar-Index aufgrund des geldpolitischen Kurses der Fed hoch bleiben, könnte der Won unter dem Druck des Leistungsbilanzdefizits weiterhin in einem schwachen Schwankungsmuster verharren.