Der französische Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer leiteten am Freitag (17. April) ein hochrangiges Treffen von 40 Ländern, um eine rein defensive Seeschutzallianz im Persischen Golf zu gründen. Die Europäische Union hat deutlich gemacht, dass sie sich nicht an der umfassenden Seeblockade der USA gegen den Iran beteiligen wird, was die deutlich divergierenden transatlantischen geostrategischen Wege nach dem gemeinsamen Luftangriff am 28. Februar unterstreicht. Über 20.000 Seeleute sind gefangen, und eine große Anzahl von Handelsschiffen ist blockiert, was Bedenken hinsichtlich systemischer Risiken in der Schifffahrtsbranche aufwirft. Nächste Woche wird eine militärische Planungsbesprechung die Ressourcenverteilung für Minenräumung, Konvois und Informationsaustausch bewerten.
Divergenz der transatlantischen Politik
Seit dem Luftangriff der amerikanisch-israelischen Koalition am 28. Februar auf Ziele in der Region hat der Iran die Durchfahrt nicht-iranischer Schiffe durch die Straße von Hormus erheblich eingeschränkt. Anschließend verhängte Washington am Montag einseitig verschärfte Sanktionen, die eine umfassende Blockade von Schiffen, die iranische Häfen ansteuern, beinhalteten. US-Präsident Trump forderte öffentlich NATO-Verbündete zur Unterstützung auf. Doch die europäische Allianz, angeführt von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien, schätzt, dass eine direkte Beteiligung an der Blockade zu unkontrollierbaren militärischen Konflikten führen könnte. Laut Besprechungsnotizen setzt sich die EU dafür ein, den internationalen Schiffsverkehr durch den Einsatz multinationaler Truppen nach einem Waffenstillstand oder der Beruhigung des Konflikts wiederherzustellen, dies jedoch auf Basis des Völkerrechts, um die Neutralität der Meeresgebiete zu wahren und direkte Konfrontationen zu vermeiden.
Zunehmende systemische Risiken im Schifffahrtssektor
Die derzeitige Blockade der Straße von Hormus stellt eine ernsthafte Herausforderung für die globalen Lieferketten dar. Als Engpass für den weltweiten Energieexport blockiert eine langfristige Schließung nicht nur den effektiven Export von Rohöl und Flüssigerdgas (LNG) aus dem Nahen Osten, sondern hält auch über 20.000 Seeleute in Hochrisikogebieten fest. Reedereien stehen unter dem doppelten Druck von Ungleichgewichten bei der Kapazitätszuteilung und steigenden Liegekosten. Einige Handelsschiffe sind gezwungen, lange auf See zu bleiben oder den Umweg über das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen, was die Basisabwicklungskosten für den globalen Massengut- und Energietransport erhöhen könnte.
Vorausschauende Planung für Defensivmissionen
Das Pariser Treffen zielt darauf ab, einen politischen Konsens über rein defensive Eskortmissionen zu erzielen, an dem neben den Staatsoberhäuptern Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands und Italiens auch Vertreter aus mehreren asiatischen und nahöstlichen Ländern teilnehmen. Obwohl die Details der Finanzierung und Truppenbeiträge noch nicht bekannt gegeben wurden, umfasst die vorläufige Aktionsplanung bereits die Kernmodule Informationsaustausch, Minenräumung und Koordination von Kriegsschiffen. Mehrere Diplomaten berichten, dass die Initiative derzeit noch keine direkte Einbeziehung der USA und des Iran vorsieht, dass aber für den Betrieb des endgültigen Mechanismus eine bidirektionale politische Koordination erforderlich sein wird. Sollte das militärische Planungsmeeting in der nächsten Woche erfolgreich verlaufen und grundlegende regionale Sicherheitsbedingungen erfüllt werden, könnte die entsprechende Eskorte in einer Übergangsphase rechtzeitig gestartet werden.