Aufgrund des Nahostkonflikts, der wesentliche Rohstoffhandelsströme unterbrochen hat, haben sich heute die Margen asiatischer Raffinerieprodukte sprunghaft erhöht. Die auffälligste Veränderung betrifft den Naphtha-Markt, da die südkoreanische Regierung den Export von Naphtha untersagt hat, um die heimische Industrienachfrage zu sichern. Der Preisunterschied dieses Produkts zum Brent-Rohöl stieg an einem einzigen Tag um etwa 8 Dollar. Händler berichten, dass das aktuelle Handelssfenster in Singapur zwar keine tatsächlichen Transaktionen erbrachte, die heftigen Schwankungen auf dem Papiermarkt jedoch bereits die kollektive Besorgnis der gesamten Lieferkette widerspiegeln.
Rückprall im Treibstoffölmarkt Nach mehreren Tagen der Flaute haben sich heute sowohl hochschwefelhaltige Treibstofföle (HSFO) als auch ultraniedrigschwefelhaltige Treibstofföle (VLSFO) erholt. Der Preisabstand von 380-cst Hochschwefel-Treibstofföl zum Brent-Rohöl hat sich in eine Prämie umgewandelt und liegt bei 3,77 Dollar pro Barrel. Analysten heben hervor, dass aufgrund der eingeschränkten Exportkapazitäten der Golfregion die Treibstoffvorräte in Singapur schnell erschöpft werden. Die Ausweitung der Rückwärtsdifferenz über einen Monat hinaus deutet darauf hin, dass die Treibstoffkosten in den kommenden Wochen stabil bleiben werden.