Auf der größten Energiekonferenz Amerikas, der CERAWeek, wies Chevron-CEO Mike Wirth darauf hin, dass der aktuelle Ölpreis-Futures-Markt die tatsächlichen Auswirkungen einer Blockade der Straße von Hormus auf das Rohölangebot nicht ausreichend widerspiegelt. Er warnte, dass das Problem der Angebotsunterbrechung in der Realität trotz der weit verbreiteten Erwartung, dass die Ölpreise in den kommenden Wochen fallen werden, noch lange nicht vollständig eingepreist ist.
Wirth erklärte, dass die Straße von Hormus eine wichtige globale Öltransportroute ist, durch die jährlich etwa 20 % des weltweiten Ölangebots transportiert werden. Aufgrund von Angriffen des Iran auf Handelsschiffe ist der Öltransport nahezu zum Erliegen gekommen, was den Rohstofffluss ernsthaft gestört hat und direkte Auswirkungen auf das globale Energiesystem hat.
Obwohl die Ölpreise bereits gestiegen sind, wies Wirth darauf hin, dass die tatsächliche Lücke in der Öl- und Gasversorgung weit größer ist als von den Märkten erwartet, was zu einem länger anhaltenden Versorgungsdruck führen könnte.