- Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat die Einführung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures genehmigt, was zu einer Veränderung der Regulierungsstruktur führt. Aufgrund von Bedenken, dass diese hoch gehebelten Derivate auf traditionelle Aktien- und Rohstoffmärkte übergreifen und den Wettbewerb in der Branche verschärfen könnten, sind die Aktienkurse der führenden US-Börsenbetreiber in einem Abwärtstrend.
- Die Chicago Board Options Exchange Global Markets (CBOE:US) führte den Rückgang an und verzeichnete einen deutlichen Kursrückgang von etwa 9%. Auch die Aktienkurse der großen Derivatehandelsriesen CME Group (CME:US) und der Muttergesellschaft der New Yorker Börse, Intercontinental Exchange (ICE:US), blieben nicht verschont und verzeichneten unterschiedliche Rückgänge in der Bewertung.
- Wall-Street-Analysten äußerten vorsichtige Bedenken hinsichtlich des verschärften Wettbewerbs im Einzelhandelsbereich durch Perpetual-Kontrakte und des Drucks auf die langfristigen Bewertungsmultiplikatoren der Börsen. Institutionen betonen jedoch, dass aufgrund der grundlegenden Unterschiede im Produktdesign und der Zielgruppen die Liquiditätsbarrieren traditioneller institutioneller Absicherungsinstrumente kurzfristig schwer zu durchbrechen sind.
Regulatorische Öffnung löst marginale Veränderungen in der Derivate-Ökokette aus
Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat kürzlich die rechtlichen Grundlagen für die Einführung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures an konformen Börsen geschaffen. Diese politische Änderung bedeutet, dass inländische US-Investoren erstmals über regulierte inländische Handelsplattformen an ursprünglich stark konzentrierten Offshore-Derivategeschäften teilnehmen dürfen. Perpetual-Futures, die keine klaren Verfallsdaten haben und hoch gehebelte spekulative Finanzinstrumente sind, waren bisher hauptsächlich im Offshore-Kryptowährungshandelsökosystem aktiv. Diese regulatorische Lockerung verändert nicht nur die Wettbewerbslandschaft des Krypto-Derivatemarktes, sondern weckt auch tiefe Besorgnis über die potenzielle Erosion der bestehenden Geschäftsfelder traditioneller Börsen.
Erwartungen an die Expansion der Anlageklassen üben Druck auf Bewertungsmultiplikatoren aus
Die aktuelle Marktnervosität konzentriert sich nicht nur auf die Kryptowährungsanlagen selbst, sondern stark auf die Geschwindigkeit und Tiefe, mit der diese neue Derivatstruktur auf andere Kernanlageklassen übergreift. Bill Katz, Analyst bei TD Cowen, weist darauf hin, dass der Schlüssel für die Zukunft in der institutionellen Zulassung von Perpetual-Futures in traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Rohstoffen liegt. Sollte die Regulierungsbehörde die Zulassung solcher Produkte über Anlageklassen hinweg beschleunigen, könnte das Wettbewerbsverhältnis zwischen Einzelhandelsplattformen und traditionellen großen Derivatebörsen systematisch umgestaltet werden. Diese potenzielle Umstrukturierung der Nischen veranlasst den Markt, die langfristigen Barrieren der Börsen neu zu bewerten, was zu einem erheblichen Druck auf die Bewertungsmultiplikatoren der betreffenden Betreiber führt.
Spekulative Eigenschaften im Einzelhandel erschüttern nicht die institutionelle Absicherungsbasis
Obwohl die kurzfristige Marktstimmung durch Bewertungsrückgänge geprägt ist, neigen die meisten Verkaufsforschungsinstitute dazu zu glauben, dass die grundlegenden Produkteigenschaften von Perpetual-Kontrakten sie daran hindern, traditionelle Futures-Produkte substanziell zu ersetzen. Aufgrund der grundlegenden Unterschiede in den Produkteigenschaften und den strukturellen Vorteilen der traditionellen Börsen bleibt das Gesamtrisiko des Wettbewerbs derzeit kontrollierbar. Ashish Sabadra, Analyst bei der Royal Bank of Canada (RBC), teilt eine ähnliche Ansicht. Die hohe Hebelwirkung und die kurzen Halteperioden von Perpetual-Kontrakten machen sie von Natur aus für die spekulativen Bedürfnisse von Privatanlegern geeignet, aber ihre institutionelle Attraktivität bleibt aufgrund des Mangels an physischer Lieferung und langfristiger Absicherungslogik eingeschränkt.
Die Liquiditätsbarrieren über Märkte hinweg bleiben stabil
Aus der Perspektive des Handelsvolumens und der Marktökologie sind die bestehenden ökologischen Barrieren traditioneller Börsen kurzfristig schwer von neuen Plattformen zu durchbrechen. Patrick O'Shaughnessy, Analyst bei Raymond James, betont, dass Perpetual-Futures-Kontrakte ursprünglich als spekulative Werkzeuge für den Einzelhandelsmarkt konzipiert wurden und nicht als Risikomanagementlösungen für große Vermögensverwaltungsinstitutionen. Daher wird es in absehbarer Zukunft schwierig sein, dass solche hochriskanten Kontrakte die tief verwurzelte institutionelle Liquidität und Positionsgröße der CME Group und der Intercontinental Exchange effektiv umleiten. Sollten sich die globalen makroökonomischen Schwankungen verstärken und die Liquidität über Märkte hinweg nicht signifikant umkehren, werden die Kernfundamente der Leistung der wichtigsten Börsenbetreiber relativ stabil bleiben, und Investoren sollten die nachfolgenden Anpassungen der Derivatregulierungen genau beobachten.