- Nach einer vierzig Tage andauernden heftigen Entschuldungswelle erholte sich der südkoreanische Aktienmarkt, wobei der KOSPI-Index an einem Tag um fast 18% anstieg. Die Chip-Giganten Samsung Electronics (005930:KS) und SK Hynix (000660:KS) verzeichneten historische Kursgewinne. Zuvor war von Ende Juni bis Ende Juli der Marktwert um über 280 Billionen Won geschrumpft, was durch die Zwangsliquidation hochgehebelter Derivateprodukte eine schwere Liquiditätsrückkopplung auslöste.
- Der Hauptantrieb dieser Turbulenzen war der im Mai eingeführte Single-Stock-Leverage-ETF, dessen mechanischer Rebalancing-Mechanismus und die Zwangsliquidationen der Broker den Abwärtsdruck verstärkten. Daten von Goldman Sachs zeigen, dass das Volumen der südkoreanischen Leverage-ETFs von einem Höchststand von 53 Milliarden Dollar auf 24 Milliarden Dollar gesunken ist, aber der Rückfluss von Kleinanlegergeldern bedeutet, dass das strukturelle Hochvolatilitätsrisiko des Marktes noch nicht vollständig beseitigt ist.
- Die südkoreanischen Regulierungsbehörden haben dringend Eingriffe vorgenommen, um die Einführung neuer Single-Stock-Leverage-Produkte auszusetzen und die Zugangshürden für Kleinanleger erheblich zu erhöhen. Der Markt konzentriert sich allmählich von der Hebelwirkung auf die Fundamentalanalyse, wobei Institutionen erwarten, dass der Bewertungsrekonstruktionsprozess des Marktes durch die Unterstützung steigender Chipproduktion und erweiterter Unternehmensrückkäufe von der kontinuierlichen Erfüllung der Gewinne in der KI-Wertschöpfungskette abhängen wird.
Zwangsliquidationen lösen Liquiditätsengpass aus
Der mechanische Rebalancing-Mechanismus und die Zwangsliquidationen waren die direkten Auslöser für den vorherigen starken Rückgang des südkoreanischen Aktienmarktes. Während der kontinuierlichen Marktrückgänge mussten Single-Stock-Leverage-ETFs zur Aufrechterhaltung eines festen Hebelverhältnisses mechanische Verkäufe durchführen, was zusammen mit den über 2,6 Billionen Won an Zwangsverkäufen der Broker den Markt schnell in eine Liquiditätsfalle führte. Dieses irrationale Bewertungsabschlachten führte dazu, dass der KOSPI 200 Volatilitätsindex extreme Höchststände erreichte, was die heftigen Auswirkungen der Überlastung von Derivaten auf die Mikrostruktur des Kassamarktes deutlich machte.
Regulierung greift hart durch, um Spekulationswelle einzudämmen
Angesichts extremer Volatilität richteten die Regulierungsbehörden in Seoul ihren politischen Fokus schnell auf die Begrenzung von Zuwächsen und die Bewältigung bestehender Risiken. Die Finanzaufsichtsbehörden haben nicht nur die Überprüfung neuer Single-Stock-Leverage-Produkte vollständig ausgesetzt, sondern auch die Bargeldschwelle für Privatanleger, die an solchen hochriskanten Derivatgeschäften teilnehmen, auf 30 Millionen Won erhöht. Diese Maßnahme zielt darauf ab, spekulatives Verhalten von Kleinanlegern durch übermäßige Hebelwirkung an der Quelle zu unterbinden, die Marktpräferenzen zurück auf einen rationalen Kurs zu lenken und die Störung des Gesamtmarktes durch einzelne strukturierte Produkte zu verringern.
Industriedaten zeigen Widerstandsfähigkeit der Chip-Fundamentaldaten
Trotz heftiger Turbulenzen auf der Kapitalseite bleibt die Basisproduktion und Exportdaten der südkoreanischen Halbleiterindustrie in einem Expansionsmodus. Die neuesten Daten zeigen, dass die Industrieproduktion in Südkorea im Juni um 6,4% im Monatsvergleich gestiegen ist, wobei die Halbleiterproduktion um 4,5% zulegte und zusammen mit dem Automobilsektor die Hauptstütze des Wirtschaftswachstums bildet. Mit der globalen Expansion der KI-Investitionsausgaben haben Halbleiterunternehmen wie Samsung Electronics und SK Hynix als Kernlieferkette weiterhin Aussicht auf stabile Gewinnunterstützung.
Marktpreisgestaltung verlagert sich auf Gewinne und Rückkäufe
Mit dem Ende des Entschuldungsprozesses wechselt die Kernlogik, die den südkoreanischen Aktienmarkt antreibt, von Kapitalflussspekulationen zu Unternehmensfundamentaldaten. Institutionen wie Nomura prognostizieren, dass der Markt eine Umstellung von Hebelwirkung auf Unternehmensführung durchläuft, wobei erwartet wird, dass das Aktienrückkaufvolumen koreanischer börsennotierter Unternehmen im Jahr 2026 ein Rekordhoch erreichen wird. Wenn die Nachfrage nach KI-Chips erfüllt wird und die Investitionsausgaben stark bleiben, werden die Verbesserung der Fundamentaldaten und die Rückkaufeffekte die Hebelmittel ersetzen und zu einem neuen Ankerpunkt für die Neugestaltung des koreanischen Vermögensbewertungssystems werden.