Der Bitcoin stieg kurzfristig über 75.000 US-Dollar, fiel jedoch schnell wieder zurück. Merkmale eines durch Derivate getriebenen Marktes waren offensichtlich, und es gibt noch keine Anzeichen für den Eintritt echter Bullen.
Derivate dominieren den Anstieg
Daten zeigen, dass der Höchststand des Bitcoins bei 75.800 US-Dollar lag, womit ein langfristiger Widerstandsbereich durchbrochen wurde, jedoch ohne eine nachhaltige Etablierung. Der Kernantrieb dieses Anstiegs kam von Änderungen der Marktstruktur im Optionshandel und nicht von einer verstärkten Spot-Nachfrage.
10x Research stellte fest, dass die im Februar begonnene umfangreiche Positionierung in tief aus dem Geld liegenden Put-Optionen aufgrund des nahenden Verfalls geschlossen wurde, wodurch der Druck der Absicherung nach unten entfiel. Gleichzeitig kauften Market Maker passiv BTC zur Risikominderung, was zu einem kurzfristigen Anstiegseffekt führte.
Mangel an neuen Long-Positionen
Das Hauptproblem besteht darin, dass dieser Anstieg nicht von einem massiven Kauf von Call-Optionen begleitet wurde. Normalerweise wird ein steigender Bedarf an Call-Optionen als wichtiges Signal für die Einrichtung von Long-Positionen durch institutionelle Anleger angesehen.
Derzeit ist der Markt stärker durch "Abbau von Absicherung" als durch "aktive Long-Positionierung" geprägt, was auch den schnellen Rückgang der Preise nach dem Durchbruch erklärt.
Technische Hürden bleiben bestehen
Die Marke von 74.400 US-Dollar hat sich von einer historischen Unterstützung zu einem gegenwärtigen Schlüsselwiderstand gewandelt. Da der Bitcoin diesen Bereich nicht nachhaltig halten konnte, wird die technische Bedeutung dieser Zone verstärkt.
Die Marktstruktur zeigt, dass dieses Niveau weiterhin eine wichtige psychologische Grenze für Händler ist und kurzfristig den Aufwärtsspielraum beschränken könnte.
Makroereignisse als entscheidende Variablen
Der Fokus des Marktes richtet sich auf die bevorstehenden US-PPI-Daten und die Zinsentscheidung der Fed. Der Markt erwartet, dass das monatliche Wachstum des PPI im Februar auf 0,3 % sinkt, während die Kerninflation bei etwa 3,4 % bleibt.
Sollten die Erwartungen höherer Zinsen für länger anhalten, könnte dies die Performance von Risikoanlagen dämpfen; umgekehrt könnte dies dem Bitcoin weiteres Aufwärtsmomentum verleihen.