Der japanische Aktienmarkt schloss am Dienstag nach einer volatilen Sitzung niedriger, da Aktien im Zusammenhang mit Halbleitern zurückgingen und ein Anstieg der Ölpreise die Risikobereitschaft dämpfte. Der Nikkei-Index fiel den vierten Handelstag in Folge.
Der Nikkei 225 Index gab um 0,1% nach und schloss bei 53.700,39 Punkten, während der Topix um 0,45% auf 3.627,07 Punkte zulegte. Der Nikkei stieg intraday um bis zu 1,2%, gab jedoch die Gewinne wieder ab.
Die Marktstimmung wurde von mehreren Faktoren beeinflusst. Ein zwischenzeitlicher Rückgang der Ölpreise über Nacht sorgte für einen positiven Start, aber die Rohölpreise stiegen in der asiatischen Sitzung erneut, wodurch die Risikobereitschaft der Investoren geschwächt wurde. Gleichzeitig bot die Präsentation von Nvidia keine unerwarteten Impulse, was den Halbleitersektor unter Druck setzte.
Bei Einzelaktien fiel der Hersteller von Halbleiter-Testgeräten ADVANTEST um 2,5% und belastete den Index am stärksten; die SoftBank Group sank um 1,8%. Unternehmen der Lieferkette für Kabel und elektronische Materialien entwickelten sich ebenfalls generell schwach.
Es gab deutliche Sektorunterschiede: Reederei- und Pharmatitel zeigten eine starke Performance. Kawasaki Kisen Kaisha stieg um 6,3%, Daiichi Sankyo kletterte um 5,9%.
Daten von IwaiCosmo Securities zeigen, dass der Nikkei-Index unlängst eine inverse Beziehung zu den Ölpreisen aufwies, wobei die Schwankungen der Energiepreise zu einem dominierenden kurzfristigen Marktfaktor geworden sind.