Die Spillover-Effekte des Nahost-Konflikts beeinflussen die globalen Devisenmärkte.
Am Freitag fiel im asiatischen Handel der Kurs des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar zeitweise auf 159,69, den niedrigsten Stand seit Juli 2024.
Ölpreise als entscheidender Faktor
Internationale Ölpreise liegen nahe bei 100 Dollar, was die inflationsbedingten Herausforderungen der importabhängigen japanischen Wirtschaft verstärkt.
Steigende Energiepreise führen in der Regel zu einem Anstieg des Handelsdefizits Japans und schwächen den Yen-Kurs.
Interventionsrisiko kehrt zurück
Das aktuelle Wechselkursniveau nähert sich dem Bereich, in dem die japanische Regierung in der Vergangenheit in den Devisenmarkt eingegriffen hat.
Im Jahr 2024 intervenierten die japanischen Behörden, als der Yen die Marke von 160 unterschritt, um den Wechselkurs zu stabilisieren.
Zinsdifferenz unterstützt weiterhin den Dollar
Marktanalysten betonen, dass der Hauptgrund für die anhaltende Stärke des Dollars die Zinsdifferenz ist.
Da die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen steigen und von der Bank of Japan erwartet wird, dass sie die Zinssätze auf der bevorstehenden Sitzung unverändert lässt, könnte der Dollar/Yen-Kurs weiter steigen.
Einige Institute erwarten, dass der Dollar gegen den Yen die 160er-Marke testen könnte, falls die Ölpreise weiter steigen und die US-Anleiherenditen hoch bleiben.