Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Eskalation des Nahostkonflikts verstärken sich die Schwankungen auf den globalen Finanzmärkten. Am Freitag (6. März) stiegen die US- und europäischen Aktienindex-Futures, während die asiatischen Märkte ihre Verluste vom frühen Handel verringerten. Der Markt führt dies weitgehend auf einen leichten Rückgang der internationalen Ölpreise zurück.
Zuvor wurde berichtet, dass die US-Regierung die Möglichkeit prüft, in den Rohöl-Futures-Markt einzugreifen, um die kürzlichen, durch Kriegsrisiken bedingten, schnellen Ölpreisanstiege zu dämpfen. Marktexperten weisen darauf hin, dass dies der erste Versuch der USA wäre, die Ölpreise durch die Derivatemärkte und nicht durch das physische Angebot zu stabilisieren.
Gleichzeitig äußerte der US-Präsident Donald Trump den Wunsch, bei der Entscheidung über den nächsten Führer Irans ein Mitspracherecht zu haben, was zeigt, dass die USA möglicherweise ihren Einfluss auf das politische Gefüge Irans weiter verstärken könnten.
Geopolitische Risiken haben die Entwicklung globaler Vermögenswerte schnell verändert. Die internationalen Ölpreise befinden sich auf dem Weg zum größten wöchentlichen Anstieg seit dem Russland-Ukraine-Krieg 2022. Der Energieschock erhöht die Inflationserwartungen und veranlasst den Markt, die Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken neu zu bewerten, wobei die globalen Anleiherenditen allgemein steigen.
Unter dem Einfluss von Risikogefühlen steuern die asiatischen Märkte auf den größten wöchentlichen Rückgang seit fast sechs Jahren zu. Analysten stellen fest, dass sich die Investoren derzeit hauptsächlich auf die Dauer des Krieges und das Risiko der Energieversorgung konzentrieren, sodass der Markt deutlich weniger auf die bald veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten achtet. Der Markt erwartet, dass die USA im Februar rund 59.000 neue Arbeitsplätze schaffen, weniger als die 130.000 im Januar, und dass die Arbeitslosenquote bei 4,3 % bleibt. Investoren werden den Bericht weiterhin genau verfolgen, um zu beurteilen, ob es neue Anzeichen für eine Abschwächung des Arbeitsmarktes gibt.