Matrixport weist in seinem neuesten Wochenbericht darauf hin, dass sich im aktuellen Kryptozyklus die Altcoins insgesamt noch in einer Phase der Mittelwert-Rückkehr befinden und die zuvor erwartete "Altcoin-Saison" nicht wie erwartet eingetreten ist.
Der Bericht stellt fest, dass in früheren Zyklen ein Anstieg des Bitcoin-Kurses in der Regel zu einem Mittelabfluss führte, der allmählich in den Altcoin-Bereich überging. Doch in diesem Zyklus hat sich dieser Übertragungsmechanismus deutlich abgeschwächt. Die Analyse zeigt, dass die geringe Beteiligung von Kleinanlegern einer der Hauptgründe dafür ist. Im Vergleich zu früheren Bullenmärkten stammt der zusätzliche Marktanteil in diesem Zyklus mehr von institutionellen Investoren, deren Gelder sich normalerweise auf Kernvermögenswerte wie Bitcoin und Ethereum konzentrieren.
Gleichzeitig fehlen bei den meisten Kryptoprojekten neue erzählerische Antriebe oder reale Anwendungsfälle, die es schwierig machen, neues Marktkapital anzuziehen. Wichtiger ist, dass der Markt weiterhin einem fortwährenden Token-Angebotsdruck ausgesetzt ist. Die Entsperrungszyklen früher Investoren kombiniert mit der Freisetzung von Liquidität führen dazu, dass ständig neue Verkaufsangebote auf den Markt kommen.
Matrixport ist der Ansicht, dass die fortwährenden Token-Unlocks zu einem wichtigen strukturellen Faktor geworden sind, der die Erholung der Altcoins unterdrückt, was dazu führt, dass Preisrückgänge oft schnell durch das Angebot gebremst werden.
Obwohl das gesamte Segment unter Druck steht, weist der Bericht darauf hin, dass es auf dem Markt nach wie vor lokale strukturelle Gelegenheiten gibt. Einige starke Vermögenswerte können solche Chancen oft durch Signale wie Kapitalflüsse, Handelsstrukturen oder On-Chain-Aktivität im Voraus zeigen.