- In diesem Jahr wurde die erste Emission der chinesischen ultra-langen Sonderstaatsanleihen durchgeführt. Es gab eine Divergenz in der Preispositionierung der verschiedenen Laufzeiten von 20 und 30 Jahren, und die Renditen der entsprechenden Anleihen am Sekundärmarkt stiegen daraufhin um etwa 1 Basispunkt.
- Ein weiterhin lockerer Liquiditätsmarkt treibt die Stärke von kurz- bis mittelfristigen Staatsanleihen an, wobei die Rendite der aktivsten 10-jährigen Anleihe auf 1,737 % fiel. Die Renditekurve zeigt eine deutlich steilere Neigung zwischen kurzen und langen Laufzeiten.
- Institutionen sind bei der Allokation von langlaufenden Vermögenswerten vorsichtig. TF Securities weist darauf hin, dass die langen Anleihen bei einer Rückkehr der engen Liquidität zu einer neutralen Position möglicherweise einem Aufwärtsdruck bei der Neubewertung ausgesetzt sein werden.
Preiskampf um ultra-lange Sonderstaatsanleihen
Am ersten Emissionstag der Sonderstaatsanleihen zeigte der chinesische Anleihemarkt eine klare Trennung nach Laufzeiten. Die Nachfrage nach der heute versteigerten 30-jährigen Sonderstaatsanleihe war insgesamt besser als für die 20-jährige Variante. Laut Thomson Reuters weisen die Renditesätze der 20- und 30-jährigen Laufzeiten eine inverse Beugung mit einem hohen und einem niedrigen Satz auf. Dies liegt hauptsächlich daran, dass es im Sekundärmarkt eine deutlich unterschiedliche Handelsaktivität für die beiden Laufzeiten gibt. Nach Abschluss der Emission stieg die Vorsicht im Markt aufgrund der durchschnittlichen Angebotsanzahl. Die jüngste Transaktion der 30-jährigen Sonderstaatsanleihe 2500006 lag bei 2,258 %, ein Anstieg um 1,05 Basispunkte gegenüber dem Vortag; die 20-jährige ultra-lange Sonderstaatsanleihe 2500004 wurde bei 2,18 % gehandelt, was einen Anstieg um 1 Basispunkt gegenüber dem Vortag darstellt.
Neugestaltung der steileren Renditekurve
Im Gegensatz zum Druck auf die längeren Anleihen haben die kurz- bis mittelfristigen Anleihen in der wirtschaftlichen Breite weiterhin Stärke gezeigt. Die letzte Transaktion der 10-jährigen Staatsanleihe 260005 lag bei 1,737 %, ein Rückgang um 0,8 Basispunkte gegenüber dem Vortag. Händlern aus Südchina zufolge hat der aktuelle reichliche Liquiditätsstatus am Markt noch nicht seinen Tiefpunkt erreicht und die Bereitschaft der Bullen im Kurzfristbereich lässt sich schwer unterdrücken. Diese durch strukturelle Veränderungen in der allgemeinen Liquidität ausgelöste enge Liquidität führt dazu, dass die kurzfristigen Renditen empfindlicher auf den Liquiditätsstatus reagieren. Die langen Laufzeiten hingegen folgten dem allgemeinen Anstieg der Liquidität nicht vollständig, wodurch der Kurvenanstieg weiter hervortritt.
Liquiditätserwartungen und Handelsstrategien der Institutionen
Der derzeitige Anleihemarkt befindet sich in einem Wettkampf zwischen reichlicher Liquidität und steigendem Angebot. Das Fixed-Income-Research-Team von TF Securities ist der Ansicht, dass die Beständigkeit der Preisbildung des Anleihemarktes bei einer lockeren Liquidität relativ begrenzt ist. In einem Umfeld, in dem die Zentralbank (PBOC) keine deutlichen Straffungsabsichten zeigt, bleibt eine entspannte Liquidität gewissermaßen widerstandsfähig. Wenn sich die politischen Schwerpunkte in der Zukunft verschieben und die Zinssätze allmählich ein Zentrum nach oben suchen, wird dies das Angebot an internen Geldmarktinstrumenten fördern und deren Nachfrage dämpfen. In diesem Fall wird die nach oben gerichtete Schwankung der Zinssätze nicht nur eine Anpassung im Kurzfristbereich verursachen, sondern auch das Rückschlagrisiko der Bewertung von ultra-langen Staatsanleihen erhöhen.