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- Der Dreimonats-Kupferkontrakt an der Londoner Metallbörse stieg am Montag in einem volatilen Handel um 0,71 % auf 13.692 USD pro Tonne, da der Markt die Fortschritte der ersten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran am Wochenende in der Schweiz sowie geopolitische Veränderungen vorsichtig verarbeitet.
- Globale Rohstoffhändler beobachten genau die für Ende Juni erwartete Überprüfung und Empfehlung der Kupferzölle durch den US-Handelsminister Lutnick. Die Unsicherheit der Zollpolitik beschleunigt die strukturelle, grenzüberschreitende Bewegung der globalen Basismetallbestände.
Aufgrund der erwarteten Zölle fließen Metalle aus europäischen und asiatischen Lagern in letzter Zeit kontinuierlich in die USA. Die Kupferbestände in den registrierten Lagern der Londoner Metallbörse sind zuletzt um 3.575 Tonnen auf 352.150 Tonnen gesunken, wobei der Anteil der stornierten Lagerbestände 37 % erreicht hat.
Geopolitische Lage führt zu abwartender Marktstimmung
Die ersten hochrangigen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz endeten am Montag, doch die Vermittler berichteten von einem schwierigen Start. US-Präsident Trump drohte mit erneuten Angriffen, während Teheran erklärte, die Straße von Hormus am Wochenende erneut blockiert zu haben. David Wilson, Leiter der Basismetallstrategie bei BNP Paribas, erklärte, dass die Komplexität der geopolitischen Lage den Markt derzeit in einer abwartenden Haltung hält, da Investoren die tatsächlichen Risiken für die Versorgungsketten der Lieferwege im Nahen Osten und die potenziellen makroökonomischen Auswirkungen bewerten.
Zollüberprüfung löst grenzüberschreitende Bestandsbewegungen aus
Ein weiterer zentraler Fokus des Marktes liegt auf den Ergebnissen der Kupferzollüberprüfung des US-Handelsministeriums, die Ende dieses Monats erwartet werden. Aufgrund der zunehmenden Besorgnis über potenzielle Zollbarrieren öffnet sich ein Arbitragefenster für Rohstofflogistik, was dazu führt, dass große Mengen an Metallen aus europäischen und asiatischen Lagerhäusern in die USA fließen. Die neuesten Daten der Londoner Metallbörse zeigen, dass die globalen registrierten Kupferbestände um fast 1 % gesunken sind, während der Anteil der stornierten Lagerbestände 37 % erreicht hat, was darauf hindeutet, dass in Zukunft mehr Bestände entnommen und verlagert werden. Im Vergleich dazu verzeichneten die Kupferbestände in den überwachten Lagern der Shanghai Futures Exchange zuvor einen signifikanten Rückgang von 23,6 %.
Spotmarktprämien und Long-Positionen divergieren
Getrieben von den oben genannten doppelten Faktoren zeigen die Bewegungen der Basismetalle auf den Inlands- und Auslandsmärkten eine gewisse Divergenz. Obwohl der Hauptkupferkontrakt der Shanghai Futures Exchange um 0,08 % auf 104.890 Yuan pro Tonne leicht fiel, hielt sich der Anstieg des Londoner Kupfers aufgrund der engen externen Spotmärkte und geopolitischer Prämien. Auch andere Basismetalle wurden größtenteils gestützt, wobei Zinn- und Nickelkontrakte an der Londoner Metallbörse um 3,08 % bzw. 1,65 % stiegen, was die Präferenz des Marktes für die Preisgestaltung potenzieller Störungen auf der Angebotsseite zeigt. Sollte die Zollpolitik Ende dieses Monats die Erwartungen übertreffen oder sich die Lage im Nahen Osten weiter verschlechtern, könnte die Preislogik der globalen Metallversorgungskette neu bewertet werden.