- Die hochrangigen Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz endeten mit einer ersten Gesprächsrunde, in der beide Seiten sich darauf einigten, eine Roadmap zu erstellen und innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung zu treffen. Dieser Schritt milderte die Marktängste über die Sicherheit der Straße von Hormus und eine Unterbrechung der Energieversorgung, was zu einem Rückgang der Brent-Rohöl-Futures um über 1 % führte und indirekt die Nachfrage nach Gold als Inflationsschutz schwächte.
- Der Spot-Goldpreis erholte sich nach einem Rückgang auf ein mehrtägiges Tief um 0,7 % auf 4189,69 USD pro Unze, aber die allgemeine Erholungsdynamik wurde durch die restriktiven Signale der US-Notenbank (Fed) stark unterdrückt.
- Das Punktdiagramm der Fed zeigt, dass in diesem Jahr noch Zinserhöhungen möglich sind. Der Markt hat derzeit einen Straffungsraum von 41 Basispunkten bis zum Jahresende eingepreist. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh betonte das Inflationsrisiko und die stillschweigende Zustimmung des ehemaligen Präsidenten Trump in den sozialen Medien, was die Straffungserwartungen des Marktes weiter verstärkte und zu einem starken realen Zinssatz und Dollar-Index führte.
Entspannung der geopolitischen Lage dämpft Inflationserwartungen
Die erste Runde der hochrangigen Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz sendete positive Signale aus. Laut einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan haben sich beide Seiten darauf geeinigt, eine Roadmap zu erstellen, um innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung zu erreichen. Dieser diplomatische Fortschritt verringerte direkt das Risiko einer Blockade der Energiepassage in der Straße von Hormus, was zu einem Rückgang der Brent-Rohöl-Futures um über 1 % führte. Da hohe Ölpreise in der Regel die globalen Inflationsängste verstärken und die Zinserwartungen der Zentralbanken erhöhen, schwächte der Rückgang der Energiepreise grundlegend den Inflationsschutzwert von Gold. Obwohl sich der Spot-Goldpreis kurzfristig auf etwa 4189,69 USD pro Unze erholte, wiesen Analysten von Marex und anderen Institutionen darauf hin, dass die geopolitische Lage äußerst instabil ist und kurzfristige Handelsaktivitäten um geopolitische Faktoren hauptsächlich schwankend sind, was den Druck auf Gold aufgrund der Schwäche der Rohstoffmärkte insgesamt nicht verbergen kann.
Falkenhafte Fed-Punktdiagramm formt Zinsweg neu
Neben geopolitischen Faktoren ist die politische Wende der Fed der Hauptantrieb, der die Stimmung der Goldbullen unterdrückt. Letzte Woche gab die Fed überraschend restriktive Signale ab, wobei 9 von 19 politischen Entscheidungsträgern der Meinung waren, dass in diesem Jahr Zinserhöhungen erforderlich sind. Der Finanzmarkt hat die Preisgestaltung neu angepasst und einen Straffungsraum von 41 Basispunkten bis zum Jahresende eingepreist. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli stieg auf 36 %, während die Wahrscheinlichkeit im September 74 % erreichte. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh betonte das Inflationsrisiko und wies darauf hin, dass die Finanzmärkte eine wichtige Informationsquelle für die Entscheidungsfindung der Zentralbank sind. Da Gold ein nicht verzinsliches Asset ist, erhöht sich seine Opportunitätskosten im makroökonomischen Kontext steigender realer Zinssätze und eines stärkeren Dollars erheblich. Sollten die nachfolgenden Wirtschaftsdaten wie die Kerninflation stark ausfallen, wird der Druck auf eine Neubewertung von Gold weiter zunehmen.
Technische Resonanz zeigt Abwärtsdruck
Aus technischer Sicht befindet sich der Goldpreis in mehreren Zyklen in einer technischen Pattsituation und tendiert insgesamt zu einer bärischen Haltung. Auf dem Tages-Chart fiel der Goldpreis erneut unter die vorherige Aufwärtstrendlinie, wodurch die Gesamtstruktur wieder bärisch wurde, mit einem mittelfristigen Ziel von etwa 3885 USD. Auf dem 4-Stunden-Chart gibt es in der Nähe von 4250 USD eine starke Widerstandszone, die mit der zuvor durchbrochenen Trendlinie eine technische Resonanz bildet. Es wird erwartet, dass die Bären in diesem Bereich weiterhin Druck ausüben und die Trendlinie als klaren Risikokontrollpunkt nutzen. Auf dem 1-Stunden-Kurzfrist-Chart wird der aktuelle Preis zwar von einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie gestützt, aber wenn es nicht gelingt, die Resonanz-Widerstandszone bei 4250 USD effektiv zu durchbrechen, wird es schwierig sein, dass sich die kurzfristige Erholung zu einem Trendanstieg entwickelt. Sobald der Goldpreis die kurzfristige Unterstützungslinie durchbricht, wird erwartet, dass sich das Abwärtsmomentum weiter verstärkt.