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- Drei große Kryptowährungs-Lobbyorganisationen, die Blockchain Association, der Crypto Council for Innovation und die Chamber of Digital Commerce, haben gemeinsam einen Brief an den US-Kongress verfasst, in dem sie die Gesetzgeber auffordern, den "Mining and Staking Tax Clarity Act" unverändert zu verabschieden und jegliche weiteren Änderungsanträge abzulehnen.
- Der Kern des Gesetzes erlaubt es Kryptowährungs-Miner und Netzwerk-Staker, bei der Steuererklärung die Wahl zu haben, ob sie bei Erhalt von Krypto-Belohnungen oder erst beim tatsächlichen Verkauf der betreffenden Vermögenswerte Steuern zahlen möchten. Dies soll das langjährige Problem der Liquiditätsengpässe aufgrund von "fiktiven Einkommenssteuern" direkt lösen.
Der demokratische Abgeordnete Steven Horsford hatte zuvor einen Änderungsantrag zu diesem Gesetz eingebracht, der die Steuerstundungsfrist für Krypto-Belohnungen strikt auf fünf Jahre begrenzen sollte. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf starken Widerstand des CEO des Crypto Council for Innovation, der erklärte, dass er den Kernwert des Gesetzes untergraben und nur einen unbedeutenden Beitrag zu den Finanzen leisten würde.
Fokus auf Liquiditätsentlastung durch Steuerstundung
Der Kern des aktuellen Gesetzgebungsstreits liegt in der Neudefinition des Besteuerungszeitpunkts für die Schaffung von Krypto-Vermögen. Im derzeitigen Steuerrahmen werden Miner und Staker in dem Moment, in dem ein Block generiert und Belohnungen erhalten werden, als einkommensrealisierend betrachtet, unabhängig von der Marktliquidität und den Veräußerungskanälen. Dieses System zwingt Netzwerkteilnehmer oft dazu, Vermögenswerte in Marktabschwüngen zu verkaufen, um Steuern in Fiat-Währung zu zahlen, was den zyklischen Abwärtsdruck auf den Kryptomarkt verstärkt. Die im Gesetz vorgeschlagene optionale Steuerstundung wird als entscheidende Innovation angesehen, um den Cashflow für den Betrieb von Netzwerkknoten zu stabilisieren.
Änderungsantragsstreit löst Branchenreaktionen aus
Der von Abgeordnetem Horsford vorgeschlagene Änderungsantrag mit einer fünfjährigen Stundungsobergrenze spiegelt die Besorgnis der Finanzaufsichtsbehörden über den Verlust langfristiger Kapitalertragssteuern und die Erosion der Steuerbasis wider. Die drei Lobbyorganisationen betonten in ihrem gemeinsamen Schreiben, dass die Einführung einer fünfjährigen Frist den ursprünglich klaren Steuerweg wieder verkomplizieren und die Betriebskosten für die Prüfung von Compliance-Partnerschaften erhöhen würde. Die Krypto-Lobbygruppen betonen, dass die aktuelle Version des Gesetzes nach mehreren parteiübergreifenden Anhörungen und Interessenausgleichen erreicht wurde und jede Änderung die erzielten parteiübergreifenden Erfolge gefährden könnte.
Interessenkonflikte zwischen traditionellem Finanzsektor und neuer Wirtschaft
Gleichzeitig sieht sich das Gesetz im Kongress starkem Widerstand aus dem traditionellen Finanzsektor gegenüber. Die American Bankers Association (ABA) hat ihre Ablehnung des Gesetzes deutlich gemacht, da es Krypto-Vermögenswerten im Vergleich zu traditionellen Finanzinstrumenten signifikante Steuervorteile gewährt. Die traditionelle Bankenbranche argumentiert, dass die Erlaubnis zur Stundung der Einkommensrealisierung bestimmter digitaler Vermögenswerte die Effizienz der Kapitalallokation verzerren würde. Die Lobbygruppen entgegnen, dass traditionelle Finanzinstitute die Besonderheiten der Blockchain-Abwicklung nicht verstehen und dass eine Neuverhandlung der bereits erzielten Kompromisse nur die zuvor gelösten Compliance-Probleme der Branche wieder aufleben lassen würde.