
Am 19. Januar zeigten Daten des Forschungsinstituts Counterpoint Research, dass die Auslieferungen von Apples iPhone auf dem chinesischen Smartphone-Markt im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 28% gestiegen sind, wodurch Apple in der Ferienzeit die Spitzenposition bei den Verkäufen zurückeroberte. Allerdings bereiten die durch AI-Funktionen aufkommenden höheren Speicheranforderungen, zusammen mit der global knapper werdenden Lieferung von Speicherchips, dem Markt Sorgen, dass die steigenden Kosten für Hardwarehersteller die Gewinnmargen schneller erodieren könnten.
Q4-Rückgang: iPhone-Serie treibt Auslieferungen an, Apple kehrt an die Spitze zurück
Der Bericht zitiert Counterpoint, dass die iPhone 17-Serie viele Verbraucher anzieht und das starke Wachstum der Auslieferungen von Apple im chinesischen Markt im vierten Quartal vorantreibt; gleichzeitig verzeichnen Huawei und andere inländische Marken zweistellige Rückgänge bei den Auslieferungen, während die gesamten Smartphone-Auslieferungen in China um etwa 1,6% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind.
Jahresübersicht: Apple und Huawei eng im Rennen, "Air"-Modelle starten langsam
Über das ganze Jahr betrachtet liegt Apple nur knapp hinter Huawei auf Platz zwei im chinesischen Markt, wobei beide jeweils etwa 17% Marktanteil haben; Apples Auslieferungen stiegen 2025 immer noch um etwa 7,5%.
Doch Analysten von Counterpoint weisen darauf hin, dass das neu eingeführte iPhone Air in China später auf den Markt kam und aufgrund der Kompromisse zwischen Leichtigkeit und Funktionsumfang nicht wie erwartet gestartet ist.
AI-Treiber erhöhen Speicherschwellen: Anstieg bei Konfiguration und Preis doppelter Druck
Der Markt glaubt, dass Apples Rückkehr an die Spitze eng mit der Integration von Endgeräte-AI-Funktionalitäten wie der Apple Intelligence zusammenhängt. Um die Durchführung großer Modelle auf dem Gerät reibungsloser zu machen, braucht das iPhone möglicherweise in Zukunft mehr RAM-Kapazität (etwa von 8GB auf 12GB/16GB), was gleichzeitig die Abhängigkeit von kritischen Speicherchips verstärkt, während die Nutzung zunimmt.
Lieferkettenvariablen: HBM verdrängt Produktionskapazität, Speicherpreise steigen weiter
Mehrere Branchenstudien führen die aktuelle Anspannung auf den steigenden Bedarf an AI-Infrastruktur zurück: Hersteller richten mehr Kapazität und Ressourcen auf die hochwertigen Speicherprodukte aus, die AI-Chips erfordern, wodurch das Angebot für Unterhaltungselektronik noch knapper wird.
Laut dem "Memory Price Tracker" von Counterpoint könnten die Speicherpreise im ersten Quartal 2026 um 40%-50% steigen und im zweiten Quartal um weitere 20%.
IDC warnt ebenfalls, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage die Kosten für DRAM und NAND in die Höhe treibt und beschreibt dies als eine "Speicherknappheitskrise", die Gerätehersteller nicht ignorieren können.
Auswirkungen variieren: Apple hat stärkere Preisverhandlungen, doch die Bruttomarge muss die "Kostenhürde" bestehen
Der Bericht betont, dass Apple im Premiumsegment mit finanziellen und Größenvorteilen leichter bei Verhandlungen mit Zulieferern Vorrang einräumen kann; jedoch könnten mit dem Auslaufen einiger langfristiger Versorgungsvereinbarungen und der Aushandlung neuer Beschaffungszyklen auch die Kostenbelastungen die Bruttomargen auf die Probe stellen.
Gleichzeitig wird angenommen, dass neue Verbrauchersubventionen in China die Kostenbelastung der Hersteller etwas abfedern, jedoch die Branche insgesamt mit der Realität von "teurerem Speicher, höheren Konfigurationen und dünneren Gewinnen" konfrontiert ist.
