
Am Montag während der asiatischen Sitzung kühlte die Risikobereitschaft auf den globalen Märkten merklich ab. Trumps jüngste Äußerungen, die „Zölle“ mit der Grönland-Thematik verknüpfen, lösten innerhalb der EU Diskussionen über Gegenmaßnahmen aus; Zuflucht suchende Investitionen flossen in Edelmetalle, Gold und Silber erreichten beide neue Rekorde, während die Ölpreise leicht nachgaben. Gleichzeitig zeigen die neuesten BIP-Daten Chinas, dass das Wachstum im vierten Quartal langsamer wurde, aber das Jahresziel der Regierung dennoch erreicht wurde.
Schwache US-Aktien-Futures: Feiertagsbedingte Verzögerung der Marktreaktion
Bis zum Nachmittag mitteleuropäischer Zeit fielen die Futures auf den Dow Jones, den S&P 500 und den Nasdaq 100 um etwa 0,8 % bis 1,3 %. Aufgrund des Martin Luther King Feiertags blieb der Kassamarkt der US-Aktien an diesem Tag geschlossen, und einige Händler führten die Volatilität auf den „Zuerst Preisbildung, dann Bestätigung“-Effekt von Feiertagen zurück.
Zölle und Grönland „verknüpft“: EU erwägt Revancheliste und Gegenmaßnahmetools
Berichten zufolge erklärte Trump, dass, sollte es den USA nicht gelingen, ein Abkommen über den Kauf Grönlands zu erreichen, zunächst ein 10%-Zoll auf Waren aus Ländern wie Dänemark, Schweden, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Finnland, Norwegen und Großbritannien erhoben wird, möglicherweise sogar bis zu 25%. Die EU prüft verschiedene Reaktionen, darunter ein Zollpaket für US-Importe im Wert von etwa 93 Milliarden Euro sowie „anti-kontingente Maßnahmen“, die den Handel mit Dienstleistungen und Investitionen betreffen könnten.
Marktbeobachter bemerken, dass diese Äußerungen auch der bisherigen Handelsvereinbarung zwischen den USA und der EU zusätzliche Unsicherheit verleihen: Solange das Grönland-Thema nicht „abgekühlt“ ist, wird das Verhandlungsklima leichter durch politische Faktoren dominiert, was es kurzfristig schwierig macht, zur reinen Wirtschaftsrationalität zurückzukehren.
Zunahme der Risikoaversion: Gold nähert sich 4700 USD, Silber verzeichnet ebenfalls Höchststände
Angetrieben von Zollrisiken und geopolitischer Unsicherheit stieg der Spot-Goldpreis und näherte sich der 4700-Dollar-Marke pro Unze, während er intraday neue Rekordhöhen erreichte; Silber verzeichnete sogar noch stärkere Zuwächse und stellte ebenfalls einen neuen Rekord auf. Einige Institute sind der Meinung, dass Edelmetalle nicht nur durch Zufluchtskäufe gestützt werden, sondern dass Silber auch Potenzial durch die Nachfrage im industriellen Bereich geboten wird.
Ölpreise leicht rückläufig: Händler verdauen Reibungsrisiken und abflauende geopolitische Prämie
Nach den Schwankungen in der letzten Woche neigen die Ölpreise zur Rückkehr, wobei Brent und WTI während der asiatischen Sitzung leicht zurückgingen. Der Markt sorgt sich einerseits über potenzielle Handelskonflikte, die die Nachfrageprognosen dämpfen könnten, wertet andererseits aber auch die zuvor durch die Lage im Nahen Osten bedingte Risikoprämie neu.
Chinas BIP: Viertes Quartal sinkt auf 4,5%, Jahresziel von rund 5% dennoch erreicht
Die Daten zeigen, dass Chinas BIP im vierten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % gewachsen ist, niedriger als die 4,8 % der ersten drei Quartale, aber mit einem vierteljährlichen Wachstum von 1,2 %, das leicht über den Erwartungen liegt; das Jahreswachstum von etwa 5 % erfüllte das offizielle Jahresziel. Analysten meinen, dass die Widerstandsfähigkeit der externen Nachfrage und des Exports das Wachstum weiterhin stützen, während die Erholung der Inlandsnachfrage, Anpassungen im Immobiliensektor und die Erwartungen von externen Handelskonflikten die Hauptschwerpunkte nachfolgender Politik- und Marktentwicklungen bleiben werden.
