
Vorbörsliche Märkte: Schwaches Sentiment der Branche
Im vorbörslichen Handel in den USA am Donnerstag gerieten Softwareaktien ins Rutschen. Berichte zufolge wurde nach der Veröffentlichung der neuesten Quartalsberichte von Microsoft und SAP erneut diskutiert, ob die Ausgaben für Cloud Computing und künstliche Intelligenz weiterhin eine hohe Wachstumsrate aufrechterhalten können, was den Sektor unter Druck setzt.
Microsoft: Über den Erwartungen bedeutet nicht sofort beruhigt
Obwohl die Quartalsergebnisse von Microsoft besser als erwartet ausfielen, fiel der Aktienkurs vorbörslich deutlich. Der Fokus des Marktes verlagert sich in der Regel von „Über den Erwartungen?“ auf zwei Punkte:
- Wachstumsrate des Cloud-Geschäfts und Sichtbarkeit der Aufträge: Investoren achten mehr auf die Qualität des Wachstums in den kommenden Quartalen;
- Kostenkurve durch KI-Investitionen: Steigende Investitionsausgaben, Abschreibungen und Betriebskosten könnten die Gewinnspannen stärker schwanken lassen.
SAP: Warum sind die Signale des europäischen Softwareführers auch wichtig?
Zur gleichen Zeit wurde der SAP-Bericht vom Markt genutzt, um die tatsächliche Stärke der Budgets für Unternehmens-IT, Cloud-Migration und Vertragsverlängerungen zu überprüfen. Selbst wenn die Unternehmensgrundlagen stabil sind, könnten kurzfristige Anleger ihre Risikopositionen reduzieren, wenn die Prognosen vorsichtig sind oder der Kostendruck steigt.
Weiter zu beobachtende Indikatoren
Um zu beurteilen, ob diese „Besorgnis“ sich ausweiten könnte, beobachtet man in der Regel vier Signale:
1) Ob die Aufträge und Erneuerungsraten im Cloud-Geschäft schwächer werden;
2) Ob KI-bezogene Produkte messbare zusätzliche Einnahmen bringen;
3) Marginale Veränderungen bei Vertriebs- und Forschungsausgaben;
4) Die Ausrichtung der Prognosen des Managements (eher vorsichtig oder offensiv).
