
Wechselkursannahmen und Ertragswirkungen: Erstmalige "generelle Korrektur"
Berechnungen der Bank of America zeigen, dass wenn der Euro-Dollar-Kurs bei etwa 1,19 bleibt, die Gewinne pro Aktie des STOXX Europe 600 Index im Jahr 2026 um etwa 4,5 % sinken könnten. Der Grund liegt darin, dass ein schwächerer Dollar die Umrechnung von Auslandseinnahmen und die Kostenstruktur verändert, was den Unternehmensgewinn unter Druck setzt.
Branchendifferenzierung: Wer könnte mehr von Rückenwind profitieren
Auf Sektorebene zeigt die quantitativen Strategieansicht der Bank of America, dass die Auswirkungen eines schwächeren Dollar auf die europäischen Branchen nicht einheitlich sind: Die Energie- und Versorgungsbranche kann relativ eher profitieren; während Bau und Materialien, Autos und Autoteile anfälliger für negative Auswirkungen sind.
Einzeltitelselektion: Hinweise auf Gewinner und Verlierer basierend auf historischer Sensibilität
Die Bank of America listet mit einem Selektionsverfahren Unternehmen auf, die im Szenario eines "starken Euro" relativ besser abschneiden (wie einige Industrie- und Tourismusunternehmen) und weist darauf hin, dass bei einem anhaltend hohen EUR/USD einige Gesundheits- und globale Konsum-/Industrieunternehmen stärker unter Druck geraten könnten.
Gewinner: Tourismus und Industrie stehen besser da
Die Selektion durch die Institution zeigt, dass einige Unternehmen mit einer positiveren Eurosensitivität als potenzielle Gewinner identifiziert wurden, darunter Siemens Energy, Fresenius, Infineon, Adecco, Anheuser-Busch InBev und andere; auch Tourismus- und Industriebereiche werden häufig genannt, wobei die TUI Group aufgrund des erwarteten Verbesserungsumfangs hervorgehoben wird.
Verlierer: Gesundheitswesen und Konsum-/Industriegiganten sind unter Druck
Im Szenario eines "starken Euro" zeigt die Selektion auch eine Gruppe von Unternehmen auf, die wahrscheinlich stärker unter Ertragsdruck stehen: Schwergewichte im Gesundheitsbereich (wie Argenx, Novo Nordisk, AstraZeneca, Roche) und mehrere globale Konsum- und Industriegruppen (wie Bunzl, Compass Group, Diageo, Wolters Kluwer usw.).
