- Li Auto verzeichnete im ersten Quartal einen bereinigten Nettoverlust von 21,2 Milliarden RMB, verglichen mit einem Nettogewinn von 10,2 Milliarden RMB im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 11,4 % auf 230 Milliarden RMB zurück, lag jedoch über den allgemeinen Markterwartungen von 215,7 Milliarden RMB.
- Aufgrund des Modellwechselzyklus, der Schwankungen der Rohstoffpreise und der Maßnahmen zur Auslieferung neuer Modelle sank die Bruttogewinnmarge im ersten Quartal von 20,5 % im Vorjahr auf 7,9 %, während die Fahrzeugbruttomarge ebenfalls deutlich auf 6,1 % zurückging.
- Das Unternehmen gab eine schwache Prognose für das zweite Quartal ab und erwartet einen Rückgang der Fahrzeugauslieferungen um 10 % bis 14,5 % im Jahresvergleich sowie einen Rückgang des Gesamteinkommens um 16 % bis 20,2 %. Gleichzeitig wurde ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1 Milliarde USD angekündigt.
Umsatz übertrifft Erwartungen, kann Druck auf Gewinnmargen nicht verbergen
Laut den von der Hongkonger Börse veröffentlichten Finanzdaten verzeichnete Li Auto im ersten Quartal 2026 einen bereinigten Nettoverlust von 21,2 Milliarden RMB und konnte die frühere Gewinnentwicklung nicht fortsetzen. Obwohl der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 11,4 % auf 230 Milliarden RMB sank, lag dieses Ergebnis immer noch über den Erwartungen der Analysten der London Stock Exchange Group von 215,7 Milliarden RMB. Der Rückgang der Finanzkennzahlen ist hauptsächlich auf die Umgestaltung des gesamten Verkaufsumfelds und den Modellwechselzyklus der Kernmodelle zurückzuführen. Sollte sich die Marktnachfrage in den kommenden Quartalen nicht effektiv erholen, könnte der finanzielle Cashflow des Unternehmens weiter unter Druck geraten.
Modellwechsel und Schwankungen in der Lieferkette belasten Bruttogewinn
Die auffälligsten Daten im Finanzbericht betreffen die signifikante Verengung der Bruttogewinnmarge. Im ersten Quartal verzeichnete Li Auto eine Gesamtbruttomarge von 7,9 %, was sowohl im Vergleich zu 20,5 % im Vorjahr als auch zu 17,8 % im Vorquartal einen deutlichen Rückgang darstellt. Gleichzeitig sank die Fahrzeugbruttomarge im Berichtszeitraum auf 6,1 %. Das Management führt den Rückgang der Bruttomarge auf die Auslieferungsmaßnahmen des Li Auto i6, die starken Schwankungen der Rohstoffpreise und die vorübergehenden Kostensteigerungen durch den Modellwechsel zurück. Sollten die Rohstoffpreise hoch bleiben oder die Produktionssteigerung neuer Modelle langsamer als erwartet verlaufen, könnte die Fahrzeugbruttomarge kurzfristig weiterhin auf einstelligen Niveaus schwanken.
Kostenkontrolle und Kapitalrendite im Gleichschritt
In Bezug auf die Betriebskosten beliefen sich die F&E-Ausgaben von Li Auto im ersten Quartal auf 27 Milliarden RMB, was einem Anstieg von 8,3 % im Jahresvergleich entspricht, jedoch einem Rückgang von 9,8 % im Quartalsvergleich. Dies zeigt, dass das Unternehmen angesichts der Marktveränderungen den Rhythmus der F&E und die Mittelzuweisung feinabstimmt. Um das Vertrauen der Kapitalmärkte zu stärken und das Engagement für langfristiges Wachstum zu demonstrieren, kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1 Milliarde USD an. Analysten weisen darauf hin, dass die solide Bargeldreserve Li Auto zwar strategische Investitionsflexibilität bietet, aber wenn das Tempo des Aktienrückkaufs nicht mit der Marktstimmung übereinstimmt, könnte die Unterstützung des Aktienkurses begrenzt sein.
Zweite Quartalsprognose setzt Druckerwartungen fort
Für das zweite Quartal 2026 zeigt die offizielle Prognose von Li Auto eine anhaltende Schwäche auf der Nachfrage- und Einkommensseite. Das Unternehmen erwartet, dass die Fahrzeugauslieferungen zwischen 95.000 und 100.000 Einheiten liegen werden, was einem Rückgang von 10 % bis 14,5 % im Jahresvergleich entspricht; das Gesamteinkommen wird auf 241 bis 254 Milliarden RMB geschätzt, was einem Rückgang von 16 % bis 20,2 % entspricht. Diese Prognose spiegelt wider, dass die Übergangsphase zwischen alten und neuen Modellen weiterhin anhält. Die Investmentbank Jefferies weist in ihrem neuesten Bericht darauf hin, dass das neu eingeführte L9-Modell zwar ein solides Wertversprechen bietet, das dazu beitragen kann, den kurzfristigen Gewinnmargendruck zu mildern, aber angesichts des intensiven Wettbewerbs im Segment der sechssitzigen SUVs wird es zunehmend schwieriger, ein phänomenales Erfolgsmodell zu schaffen, weshalb die Halteempfehlung beibehalten wird.