- Die südkoreanische Finanzkommission (FSC) und die Finanzaufsichtsbehörde (FSS) arbeiten gemeinsam an einem Änderungsentwurf des „Gesetzes über Finanzinvestitionen und Kapitalmärkte“, der erstmals Notfallbefugnisse einführen soll. Diese sollen den Aufsichtsbehörden erlauben, bei starken Marktschwankungen den Hebel von Einzelaktien-ETFs ohne Abstimmung der Begünstigtenversammlung direkt von 2-fach auf 1,5-fach oder 1-fach zu senken.
- Diese Gesetzesänderung ist eine direkte Reaktion auf die heftigen Schwankungen des südkoreanischen Aktienmarktes, als 2-fach gehebelte ETFs auf Aktien wie Samsung Electronics (005930:KS) und SK Hynix (000660:KS) eingeführt wurden, was zu einem massiven Zufluss von Kleinanlegergeldern führte. Während des Marktabschwungs verstärkten mechanische Rebalancing-Verkäufe den Abwärtsdruck auf die KOSPI- und KOSDAQ-Indizes und lösten sogar die Auslösung von Handelsunterbrechungen aus.
- Die südkoreanischen Aufsichtsbehörden prüfen gleichzeitig mehrere begleitende Maßnahmen, darunter die Festlegung einer Obergrenze für den Hebelinvestitionsbetrag pro Person, die Erhöhung der Mindestmargenschwelle und die Einführung von Pflichtsimulationen für Großanleger. Sollte der Änderungsentwurf verabschiedet werden, wird Südkorea nach Hongkong der zweite Finanzmarkt in Asien sein, der Hebelverhältnisse als Instrument für sofortige Interventionen einführt.
Aufsichtsbehörden sollen Notfallbefugnisse zur Hebelsenkung erhalten
Der von der südkoreanischen Finanzkommission (FSC) und der Finanzaufsichtsbehörde (FSS) geförderte Gesetzesentwurf zielt darauf ab, den Aufsichtsbehörden die Fähigkeit zur direkten Intervention in extremen Marktsituationen zu verleihen. Die Aufsichtsbehörden können die traditionelle Abstimmung der Begünstigtenversammlung umgehen und den Hebel von Einzelaktien-ETFs von 2-fach auf 1,5-fach oder 1-fach senken. Diese Maßnahme bedeutet, dass die Aufsichtsbehörden bei extremen einseitigen Marktbewegungen schnell die durch Hebelprodukte verursachte negative Liquiditätsrückkopplung unterbrechen und das systemische Marktrisiko verringern können.
Juli-Sturm führt zu institutionellem Umdenken und Reformen
Im Mai öffnete Südkorea den Markt für 2-fach gehebelte ETFs auf Technologieriesen wie Samsung Electronics (005930:KS) und SK Hynix (000660:KS), was zu einem massiven Zufluss von Kleinanlegergeldern führte. Während der Marktkorrektur verstärkten mechanische Rebalancing-Operationen der Hebelfonds den Verkaufsdruck auf den Kassamarkt, was dazu führte, dass die KOSPI- und KOSDAQ-Indizes Handelsunterbrechungen auslösten. Die Aufsichtsbehörden räumten ein, dass die Risikobewertung im Vorfeld unzureichend war, was zu dieser defensiven institutionellen Transformation führte.
Drei Schutzmaßnahmen zur Errichtung von Kleinanlegerhürden
Neben dem Notfallinterventionsmechanismus plant die südkoreanische Aufsichtsbehörde auch die Einrichtung von Zugangshürden im Vorfeld. Zu den Maßnahmen gehört die Begrenzung des Hebelinvestitionsanteils einer Person auf maximal 20 % des Gesamtinvestitionsbetrags, die Erhöhung der Mindestmargenschwelle von 10 Millionen auf 30 Millionen Won und die Verpflichtung von Großanlegern zur Durchführung von Pflichtsimulationen. Diese Vorschriften zielen darauf ab, die ungeordnete Ausweitung von Hochrisikoderivaten unter Kleinanlegern zu begrenzen und die Marktfonds zu einer rationalen Allokation zurückzuführen.
Hebelregulierung in asiatischen Märkten wird strukturiert
Die südkoreanische Gesetzesänderung orientiert sich am flexiblen Hebelregulierungsrahmen der Hongkonger Wertpapieraufsicht, die es erlaubt, in extremen Marktsituationen den Hebel von Long-Produkten auf 1,1-fach zu senken. Sollte das Gesetz erfolgreich verabschiedet werden, wird Südkorea der zweite Markt in Asien sein, der Hebelverhältnisse in die dynamische Anpassungswerkzeugkiste aufnimmt. Dies zeigt, dass die regionalen Aufsichtsbehörden die Managementmechanismen für hochvolatile Derivate beschleunigt verbessern und die Renditen von Hebelgeschäften künftig strengeren politischen Randbedingungen unterliegen werden.