
Am Montag im frühen asiatischen Handel gaben die internationalen Ölpreise leicht nach. Die Sorgen über potenzielle Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten scheinen sich abzukühlen, da die USA und Iran am Wochenende signalisierten, dass sie die Gespräche fortsetzen wollen, wodurch die zuvor gestiegenen geopolitischen Risikoprämien zurückgingen.
Preisbewegung: Brent und WTI fallen synchron
Am Markt fiel der Brent-Rohöl-Kontrakt für April auf etwa 67,6 Dollar pro Barrel, während WTI-Rohöl um die Marke von 63,1 Dollar pendelte, mit einem Rückgang von jeweils weniger als 1%.
USA und Iran "bestätigen fortgesetzte Gespräche": Nahost-Spannungserwartungen vorübergehend abgekühlt
Nachrichten zufolge haben Washington und Teheran nach indirekten Gesprächen in Oman zugestimmt, die Verhandlungen über das Nuklearthema fortzusetzen. Für Händler reduziert diese Erklärung, dass "Dialoge fortgesetzt werden", zumindest kurzfristig die Vorstellung von einer schnellen Eskalation des Konflikts und einer Beeinträchtigung der Öllieferung aus der Region.
Gleichzeitig erinnert sich der Markt an die zuvor verstärkte militärische Präsenz der USA in der Region und die Rhetorik der USA über "möglicherweise härtere Maßnahmen", Faktoren, die einst ein höheres Risiko in die Ölpreise kalkulierten; doch mit dem Auftreten von Signalen für fortgesetzte Gespräche lässt sich die Risikoprämie leichter reduzieren.
Makro-Variablen in den Fokus: Dollar, US-Beschäftigungszahlen und CPI werden den kurzfristigen Rhythmus bestimmen
Neben geopolitischen Faktoren begrenzen auch makroökonomische Aspekte den Spielraum für höhere Ölpreise. Der Dollar zeigt nach einem Rückgang in der letzten Woche weiterhin Stärke, während der Markt auf zwei wichtige Daten wartet, um die Zinserwartungen neu zu kalibrieren: Der am 11. Februar (Mittwoch) veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für Januar und der am 13. Februar (Freitag) veröffentlichte US-CPI für Januar.
In einem Umfeld, in dem die Meinungen über den Zinspfad noch auseinandergehen und der Markt weiterhin die Perspektiven der Fed-Politik bewertet, könnten Daten, die eine "längere Beibehaltung hoher Zinsen/späteres Senken" stützen, über den Dollar und Risikobereitschaftskanäle eine hemmende Wirkung auf Rohstoffe haben.
Nachfrageseite: Blick auf chinesische Daten und Auswirkungen der Reisen zu Neujahr
Auf der Nachfrageseite wird China, einer der größten Ölimporteure weltweit, in dieser Woche wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlichen. Mit dem nahenden Neujahrsurlaub wird der Markt die durch Inflation und Reisen hervorgerufenen Veränderungen im Brennstoffverbrauch beobachten, um zu beurteilen, ob die saisonale Nachfrage die Ölpreise abfedern kann.
