
Vor dem Handel: Aktienkurs stärkt sich, Markt schaut auf „Prognosen“
Am Dienstag vor dem US-Börsenhandel stieg der Aktienkurs von Rezolve AI zeitweise um fast 7 % auf etwa 4,28 US-Dollar. Der Haupttreiber der kurzfristigen Stimmung ist nicht eine einzige Finanzkennzahl, sondern die aggressiveren Erwartungen des Unternehmens an den Einnahmenpfad für die nächsten zwei Jahre.
Prognose-Update: 2025 etwas unter den Konsens-Erwartungen, 2026 „Sprung“-Ziel gesetzt
Das Unternehmen gab an, dass es für das Gesamtjahr 2025 mit einem Umsatz von mindestens 40 Millionen US-Dollar rechnet, was leicht unter den allgemeinen Erwartungen der Analysten von 40,2 Millionen US-Dollar liegt. Aufmerksamkeit erregt jedoch die Prognose für 2026: Rezolve erwartet 2026 einen Jahresumsatz von etwa 350 Millionen US-Dollar, was einer Verdopplung im Vergleich zu den Marktkonsenserwartungen entspricht und einem fast zehnfachen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Wiederkehrende Einnahmen und Wendepunkt zur Rentabilität: ARR-Ziel unverändert, Rekord im Dezember und erstmals monatlicher Gewinn
Im Bereich der wiederkehrenden Einnahmen bekräftigt das Unternehmen das Ziel, bis Ende 2026 mindestens 500 Millionen US-Dollar an jährlichen wiederkehrenden Einnahmen (ARR) zu erreichen, und prognostiziert, dass der Monatsumsatz im Dezember 2026 rund 40 Millionen US-Dollar erreichen könnte; im Vergleich dazu, gibt das Unternehmen an, dass das ARR Ende 2025 bei etwa 209 Millionen US-Dollar liegen wird.
Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen im Dezember 2025 die beste Monatsleistung in der Geschichte, wobei der Umsatz für diesen Monat voraussichtlich über 17 Millionen US-Dollar liegen wird und erstmals ein monatlicher Gewinn erzielt wird, was von der Unternehmensleitung als Meilenstein im Skalenprozess des Geschäftsmodells angesehen wird.
Marktinterpretation: Ob die „Prognosen eingelöst“ werden können, entscheidet über den Bewertungsspielraum
Das Unternehmen führt das Wachstum auf eine Erweiterung des Kundenstamms, die beschleunigte Einführung von Produkten im Einzelhandel und E-Commerce sowie auf die Zunahme der wiederkehrenden Einnahmen aus Langzeitverträgen zurück. Marktbeobachter sind allgemein der Meinung, dass, wenn das Unternehmen seine Prognoseziele für 2026 wie geplant erreichen kann, seine Bewertungslogik und Gewinnerwartungen möglicherweise neu bewertet werden müssen.
