Der Krieg im Nahen Osten führte zum Stillstand einiger LNG-Exportanlagen in Katar, was zu einem Kaufrausch auf dem LNG-Markt in Asien führte.
Katar ist einer der größten LNG-Exporteure der Welt, und eine Unterbrechung seiner Lieferungen verschärfte den globalen Erdgasmarkt rasch.
Länder in Asien, darunter Thailand, Bangladesch, Indien und Vietnam, begeben sich auf die Suche nach LNG auf dem Spotmarkt, um das potenzielle Risiko von Energieknappheit zu bewältigen.
Äußerst angespannter Spotmarkt
Marktteilnehmer berichten, dass die verfügbaren Ressourcen auf dem Spotmarkt derzeit sehr begrenzt sind.
Die von den indischen Energieunternehmen GAIL (India) Limited und Gujarat State Petroleum Corporation in diesem Monat ausgeschriebenen Ausschreibungen für den Kauf von LNG konnten nicht bedient werden.
Gleichzeitig konnte die PTT Public Company Limited bei der Beschaffung von Lieferungen für Ende März auch keine ideale Versorgung gewährleisten.
LNG-Preise steigen schnell an
Ein Regierungsbeamter aus Bangladesch erklärte, dass das Land in diesem Monat zwei Notkäufe von LNG getätigt hat, wobei eine Ladung 28 Dollar pro Million British Thermal Units kostete und eine andere knapp 23 Dollar.
Zum Vergleich: Im Januar dieses Jahres lagen die LNG-Preise bei etwa 40% des aktuellen Preises.
Daten zeigen, dass die LNG-Preise in Asien seit dem Ausbruch des Krieges am 28. Februar um mehr als das Doppelte gestiegen sind.
Sommerliche Nachfrage wird den Markt weiter anheizen
Mit dem Eintritt Südostasiens in die heiße Jahreszeit wird ein Anstieg der Stromnachfrage erwartet, was den Erdgasverbrauch weiter steigern könnte.
Marktbeobachter erwarten, dass asiatische Käufer künftig möglicherweise mit Importeuren in Europa um das begrenzte globale LNG-Angebot konkurrieren müssen.