Finanzunternehmen passen ihre Dienste und Abläufe an regulatorische Änderungen und technische Störungen an. FXOpen UK hat die Rückgabe seiner Lizenz beantragt und schließt Kundenkonten; OANDA Japan hat nach einem Hackerangriff auf Server Auszahlungen vorläufig gestoppt. Zugleich prüft die britische Finanzaufsicht FCA Änderungen der Regeln für Führungskräfte, während IG den Einstieg in Prognosemärkte plant. Webull hat die Handelszeiten für Optionen ausgeweitet, Match-Prime ist Teil von iSAM Securities Apex geworden und NAGA kämpft mit steigenden Marketingkosten bei rückläufigen Gewinnen.
FXOpen UK beantragt Lizenzrückgabe, FCA prüft Managerregeln
FXOpen UK hat beantragt, seine Lizenz zurückzugeben, und begonnen, Kundenkonten zu schließen. Einen Zeitplan für den Lizenzverzicht oder nähere Angaben zum Ablauf der Kontoschließungen gibt es bislang nicht. Auch ist offen, wie mit den Kundengeldern verfahren wird. Betroffene Kunden dürften vor allem auf klare Informationen zur Kontoschließung und zu möglichen Auszahlungen warten. Der Antrag bedeutet nicht, dass alle damit verbundenen Schritte bereits abgeschlossen sind.
Unabhängig davon erwägt die FCA Änderungen an den Vorschriften für leitende Manager. Details zu den geplanten Anpassungen, ihrem Anwendungsbereich und einem möglichen Inkrafttreten liegen noch nicht vor. Welche Folgen sich daraus für die interne Zuständigkeitsteilung oder die Genehmigung von Personalentscheidungen bei Finanzunternehmen ergeben könnten, lässt sich daher derzeit nicht beurteilen.
OANDA Japan setzt Auszahlungen nach Serverangriff aus
OANDA Japan hat Auszahlungen nach einem Hackerangriff auf seine Server ausgesetzt. Das Unternehmen hat weder den Zeitpunkt des Vorfalls noch die betroffenen Systeme oder die voraussichtliche Dauer der Unterbrechung bekannt gegeben. Auch zum Status der Kundengelder und dazu, wann Auszahlungen wieder möglich sein könnten, gibt es keine Angaben. Bestätigt ist bislang lediglich, dass der Auszahlungsdienst nach dem Angriff pausiert wurde; weitere Einzelheiten zur Reaktion des Unternehmens sind offen.
IG plant unterdessen den Einstieg in das Geschäft mit Prognosemärkten und bemüht sich um eine britische Glücksspiellizenz. Ein Starttermin, die vorgesehenen Märkte und der Stand des Antrags wurden nicht mitgeteilt. Der Vorstoß bleibt damit zunächst ein Geschäftsplan. Für die Umsetzung sind sowohl die behördliche Genehmigung als auch die konkrete Ausgestaltung des Angebots entscheidend.
Webull weitet Optionshandel aus, Match-Prime schließt sich Apex an
Webull hat die Handelszeiten für Optionen verlängert. Welche zusätzlichen Zeitfenster gelten, welche Produkte erfasst sind und wann die Änderung in Kraft tritt, ist bislang nicht bekannt. Längere Handelszeiten könnten den Zeitraum für Transaktionen ausdehnen; ohne einen konkreten Zeitplan lässt sich ihre Wirkung auf die Handelsaktivität jedoch nicht einschätzen.
Match-Prime ist iSAM Securities Apex beigetreten. Die Entwicklung wird als Geschäftspartnerschaft oder Integration in die Plattform beschrieben. Zu den Bedingungen, dem Umfang der angebotenen Dienste und der Aufgabenverteilung zwischen den Unternehmen wurden keine Angaben veröffentlicht.
Bei NAGA treffen steigende Marketingkosten auf rückläufige Gewinne. Angaben zum Berichtszeitraum, zum Ausmaß des Gewinnrückgangs oder zu den Marketingausgaben liegen nicht vor. Die finanziellen Folgen der höheren Kosten lassen sich deshalb nicht beziffern. Bekannt ist lediglich, dass die Marketinginvestitionen zunehmen, während die Profitabilität nachlässt.
FMIQ durchsucht Marktdaten per natürlicher Sprache
FM Intelligence Portal hat FMIQ (FM Intelligence Quantitative) gestartet. Das Werkzeug ermöglicht es Nutzern, Fragen in natürlicher Sprache zu stellen und Marktdaten zu durchsuchen. Es umfasst sieben Datenbereiche: Handelsvolumen, Traffic, Handelsplattformen, Markttrends, Regulierung, Bußgelder und Lizenzen. Zu einem Thema lassen sich auch Folgefragen stellen.
Laut Produktbeschreibung werden Anfragen in Echtzeit ausgeführt und die Antworten einer unabhängigen Qualitätsprüfung unterzogen. Die Ergebnisse enthalten Kennzahlen, Zeiträume und Quellenangaben. FMIQ richtet sich an Redaktionen sowie an Teams aus den Bereichen Vertrieb, Forschung und Compliance. Die Plattform arbeitet im Nur-Lese-Modus und verändert die zugrunde liegenden Daten nicht.
Das Angebot bündelt mehrere Recherchen zu Branchendaten in einer Oberfläche. Offen sind jedoch die historische Datenabdeckung, die Definitionen der einzelnen Datensätze und die Maßstäbe für die Qualitätskontrollen. Nutzer müssen daher prüfen, ob Datenumfang und Definitionen zu ihrem jeweiligen Recherchebedarf passen.