Fastenal hat im dritten Quartal die Analystenerwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen. Nach der Veröffentlichung fiel die Aktie zeitweise um bis zu 8 Prozent, erholte sich jedoch und schloss 1 Prozent im Plus. Der Industriezulieferer notiert inzwischen nahe der Marke von 52,91 Dollar. Rückenwind erhält das Geschäft unter anderem durch den Bau von Rechenzentren und die Rückverlagerung der US-Produktion.
Gewinn je Aktie steigt um 21 Prozent
Fastenal legte seine Zahlen am 14. Oktober vor. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 35 Cent – das stärkste Wachstum seit mehreren Jahren. Der Umsatz stieg um 15,5 Prozent auf 2,46 Milliarden Dollar. Beide Kennzahlen lagen über den Konsensschätzungen der Analysten. Zu den Wachstumstreibern zählten neue Kundenverträge, die das Unternehmen seit dem ersten Quartal abgeschlossen hatte, sowie höhere Preise.
Am Tag der Veröffentlichung sackte die Aktie zunächst um bis zu 8 Prozent ab, drehte anschließend aber ins Plus. Ein UBS-Analyst verwies gegenüber Kunden darauf, dass ein schwächerer Tagesumsatz im September den anfänglichen Kursrückgang mit ausgelöst haben könnte. Eine konkrete Umsatzangabe lag dazu nicht vor. Wie stark sich die Nachfrage kurzfristig verändert hat, lässt sich daher nur schwer einschätzen.
Aktie knapp unter der Marke von 52,91 Dollar
Am 23. Oktober 2026 um 12.39 Uhr US-Ostküstenzeit kostete eine Fastenal-Aktie 52,34 Dollar. Damit lag der Kurs rund 1 Prozent unter der Marke von 52,91 Dollar, die bei einer sogenannten flachen Basis als möglicher Ausbruchspunkt gilt. Das Chartmuster setzt mindestens fünf Wochen Seitwärtsbewegung voraus; der Rückgang innerhalb der Formation darf höchstens 15 Prozent betragen.
Die Basis hatte sich den technischen Daten zufolge über etwa zehn Wochen gebildet. Auch die Relative-Stärke-Linie war an das obere Ende ihrer Spanne gestiegen. Das spricht für eine im Vergleich zum früheren Verlauf stärkere Kursentwicklung, garantiert aber keinen Anstieg über die Marke von 52,91 Dollar.
Fastenal erhielt zugleich ein IBD Composite Rating von 98 von 99 Punkten und belegte Platz 35 unter 197 Branchen. Die Kennzahlen vergleichen die relative Entwicklung der Aktie und ihrer Branche. Sie ersetzen jedoch weder die Beurteilung des operativen Geschäfts noch eine Einschätzung der Nachfrage in den Absatzmärkten.
Geschäft reicht über Verbindungselemente hinaus
Fastenal startete als Anbieter von Verbindungselementen wie Muttern und Schrauben und weitete sein Geschäft später auf Industriekunden aus, darunter Unternehmen aus der Fertigung und dem Bau. Zum Angebot gehören auch Verkaufsautomaten an Kundenstandorten, die Teil der Lieferkettenservices des Unternehmens sind.
Ein erheblicher Teil des aktuellen Wachstums hängt mit dem Bau von Rechenzentren und der Rückverlagerung von Produktionskapazitäten in die USA zusammen. Beide Entwicklungen stützen die Nachfrage nach Industriebedarf. Fastenal schlüsselte in den vorgelegten Zahlen jedoch nicht auf, welchen jeweiligen Beitrag sie zum Umsatzwachstum leisteten. Für die weitere Beobachtung des Geschäfts und der Aktie bleiben damit die über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen, die schwächeren Tagesumsätze im September und die bislang nicht überschrittene Marke von 52,91 Dollar maßgeblich.