- Der dreimonatige Kupfer-Futures-Kontrakt an der London Metal Exchange stieg um 0,64 % auf 13.318 USD pro Tonne, unterstützt durch den vorübergehenden Rückgang des Dollar-Index aufgrund der Ankündigung des US-Präsidenten, das Waffenstillstandsabkommen im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit zu verlängern, was die Beschaffungskosten für Nicht-Dollar-Währungsinhaber am Rande senkte.
- Kevin Walsh, der Kandidat für den Vorsitz der US-Notenbank, lehnte es in einer Bestätigungsanhörung des Senats entschieden ab, dem Weißen Haus eine Zinssenkung zu versprechen. Diese Verteidigung der Unabhängigkeit der Geldpolitik begrenzte den Abwärtsspielraum des Dollars, was wiederum den Aufwärtsspielraum der Rohstoffpreise einschränkte.
- Die Shanghai Futures Exchange hat den Handel mit Nickel-Futures und -Optionen offiziell für ausländische Investoren geöffnet, was den Haupt-Nickel-Kontrakt um 0,53 % auf 141.540 Yuan pro Tonne steigen ließ. Die Verbindung von Kapital zwischen den Inlands- und Auslandsmetallmärkte und die Annäherung von Basiswerten wird deutlich aktiver.
Fehlbewertung von Wechselkursübertragung und geopolitischen Erwartungen
Die marginalen Preisbildungsvariablen auf dem Basismetallmarkt an diesem Handelstag konzentrierten sich stark auf die diplomatischen Erklärungen aus Washington und die mechanische Übertragung auf die Devisenmärkte. Die Aussage des US-Präsidenten zur unbegrenzten Verlängerung des Waffenstillstandsabkommens mit dem Iran milderte kurzzeitig die Nachfrage nach Absicherung gegen eine völlige Eskalation der Lage im Nahen Osten durch Makrofinanzmittel. Der Dollar-Index fiel um 0,12 % von einem Wochenhoch, das er am Dienstag erreicht hatte, und dieser Rückgang des Bewertungsmaßstabs ermöglichte einen minimalen Widerstandspfad für eine Reparatur der Kupferpreise an der London Metal Exchange. Dennoch bleibt die Marktreaktion auf diese diplomatische Rhetorik extrem zurückhaltend. Da die Straße von Hormus faktisch noch immer physisch blockiert ist, sind die Versorgungsengpässe auf dem physischen Spotmarkt noch nicht wesentlich behoben, was zu einer deutlich schwächeren Erholung der Kupferpreise im Vergleich zur theoretischen Wechselkursübertragung führt.
Energieprämien fixieren den latenten Druck auf die makroökonomische Nachfrage
Im Gegensatz zur moderaten Erholung der Kupferpreise bleiben die Energiemärkte hoch. Brent-Rohöl-Futures stiegen um 0,93 %, wobei sich der Preis knapp unter der sensiblen Marke von 100 USD pro Barrel auf einem hohen Niveau hält. Als Inflationsanker für globale Rohstoffe führt die Fixierung von Risikoaufschlägen bereits zu Stagflationsängsten auf den Makromärkten. Einerseits treiben die hohen Energiekosten die zwingenden Ausgaben in Bergbau und Logistik in die Höhe und unterstützen so die Bodenbelastung der Basismetalle; andererseits muss ein langfristig hoher Ölpreis zwangsläufig in die Kerninflation eindringen und dadurch den Gewinnspielraum der globalen Herstellung sowie die Gesamtnachfrage nach Endverbrauchsgütern schmälern. Dieses Wechselspiel aus Kostendruck und Nachfragedämpfung lässt die Kupferbullen angesichts des absoluten hohen Preises von 13.318 USD zögern.
Unabhängigkeit der Geldpolitik bestimmt die Marginalerwartungen an die Liquidität
In Bezug auf die Leitlinien für das makroökonomische Liquiditätsumfeld ist die Entschlossenheit der US-Notenbankpolitik erneut die entscheidende Variable zur Begrenzung der Bewertungselastizität von Industriemetallen. Die Aussagen von Kevin Walsh, dem Kandidaten für die Leitung der US-Notenbank, zeigten in einer Anhörung vor dem Senat eine ausgeprägte unabhängige Haltung. Er machte dem Kongress deutlich, dass er sich nicht auf einen Zinssenkungskurs eingelassen hatte, was die zuvor optimistischen Mutmaßungen über politische Eingriffe in die Geldpolitik schnell korrigierte. Wenn die US-Notenbank gestützt durch starke Wirtschaftsdaten an dem aktuellen restriktiven Zinssatzniveau lange festhält, wird der Zinsvorteil des Dollars schwerlich substantiell geschwächt werden können. Dieses hochverzinsliche Umfeld bedeutet, dass die finanziellen Kosten für physische Bestände langfristig hoch bleiben und weiterhin einen Druck auf die Neubewertung von zinstragenden Rohstoffanlagen wie Kupfer und Aluminium ausüben.
Strukturelle Risiken auf der Angebotsseite und langfristige fundamentale Prognosen
Im Bereich der makroökonomischen Fundamentalanalyse ebnen die Berechnungsmodelle internationaler Investmentbanken dem Industriekapital Referenzpfade. Goldman Sachs hält in seinem neuesten Bericht an seiner Basiserwartung für den Kupferpreis im Jahr 2026 fest und prognostiziert einen Durchschnittspreis von 12.650 USD pro Tonne für das Jahr und erneuert seine Berechnung über ein ganzjähriges makroökonomisches Angebotsüberschuss. Jedoch hebt die Institution besonders einen unkonventionellen Risikopunkt in der Industriekette hervor: ein potenzieller Mangel an Schwefelsäure als Nebenprodukt könnte eine harte physische Begrenzung der Raffineriekapazitäten für Primärkupfer darstellen. Wenn Raffinerien aufgrund von überschüssigen Schwefelsäurevorräten oder Mangel an chemischen Rohstoffen zu ungeplanten Kürzungen gezwungen würden, könnte diese strukturelle Reibung auf der Angebotsseite die physische Marktliquidität in den kommenden Quartalen überraschend verengen und so einen Teil des durch schwache makroökonomische Nachfrage verursachten Abwärtsdrucks abfedern.